Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für die Gemeinde Mainstockheim ist einen großen Schritt weiter gekommen. Nachdem im vergangenen Jahr viele Weichen gestellt wurden (wir berichteten) behandelte der Gemeinderat am Donnerstag die Eingaben aus der öffentlichen Auslegung.

Im Anschluss beschlossen die Räte die umfangreichen Sanierungsziele, die in den kommenden 15 Jahren in Mainstockheim umgesetzt werden sollen. Das beinhaltet das Ortsbild genau so, wie das Wohnen, den Klimaschutz, Natur und Landschaft oder auch den Verkehr. Um den Umgriff des Gebietes fest zu legen, beschloss das Gremium zusätzlich eine Sanierungssatzung.

Die städtebauliche Analyse im Vorfeld hatte gezeigt, dass im Ortskern Mainstockheims etliche ortsbildprägende, regionaltypische Bauwerke stehen, die nun in einem denkmalpflegerischen Erhebungsbogen erfasst werden sollen. Für eine Entscheidung im Rat wurde Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs beauftragt, entsprechende Büros auszuwählen.

Antrag auf Nutzungsänderung für die "Schafsscheunen"

Eigentlich werden die einst landwirtschaftlichen "Schafsscheunen" bereits gewerblich genutzt, jetzt lag ein Antrag auf Nutzungsänderung vor, der einstimmig befürwortet wurde, ein Stellplatznachweis muss noch geführt werden. Ebenfalls Stellplätze müssen bei einer förmlichen Bauvoranfrage in der Bergstraße aufgezeigt werden. Der Bauwerber will ein marodes Haus abreißen und zwei kleinere Holzhäuser dort bauen, wogegen es keine Bedenken gab.

Knapp 150 Euro Gewinn bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs in Mainstockheim und knappe 3000 Euro beim fließenden Verkehr – das ist die positive Bilanz der Verkehrsüberwachung 2022. Da allerdings die Kosten für die Kontrollen 2023 kräftig ansteigen, dürfte der Gewinn stark sinken.

Nicht einmal die Hälfte der Mainstockheimer Räte nahm an der interkommunalen Ratssitzung im November in Geiselwind teil, als es um einen koordinierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Landkreis ging. Der Bürgermeister und teilnehmende Räte informierten den Rest über den Sachstand. Eine Entscheidung, ob Mainstockheim sich an der geplanten Genossenschaft beteiligen wird, fällt in der nächsten Sitzung.

Die Kreisumlage wird für den kommenden Haushalt wohl stark ansteigen. Wie Fuchs erklärte, lägen ihm Informationen von Landrätin Tamara Bischof vor, dass die Belastung für die Gemeinden um 3,5 bis vier Punkte ansteigen könnte. Trotzdem scheuten sich die Räte nicht, dem flammenden Appell von Ratsmitglied und gleichzeitig stellvertretendem Vorsitzenden Günter Voit um einen höheren Beitrag zu folgen und den Zuschuss für die Lebenshilfe Kitzingen auf 400 Euro jährlich zu erhöhen.

Mutter möchte Garage für Schulkinder nutzen

Die Gemeinde kann nach Ablauf des Pachtvertrags wieder über eine Garage in der Nähe der Schule verfügen. Nun will eine Mutter aus Biebelried mit Hilfe des Elternbeirats diese Garage als Unterstellmöglichkeit für die Schulkinder genutzt wissen. Der Raum sollte zudem beheizt werden. Hintergrund: Die Kinder kommen mit dem Schulbus bereits um 7.15 Uhr in Mainstockheim an, das Schulhaus öffnet erst um 7.30 Uhr.

Von hohem Anspruchsdenken war in der anschließenden Diskussion die Rede und Rätin Sabine Fuchs sprach gar von einer "Kuschelgesellschaft, die nicht weiter geführt werden" sollte. Mit dem Hintergrund, dass der Gemeinderat dem Wunsch nicht entsprechen wolle, geht der Bürgermeister nun in die Versammlung des Elternbeirats.