Trotz des wüsten Regenwetters kamen am Sonntag rund 230 Kinder, Eltern und Angehörige in die Alte Synagoge, um mit dem Glitzerschuppenfisch unter Wasser zu tauchen.

Christian Blachnik, Leiter des Sparkassen-Beratungscenters in Kitzingen, sowie seine Stellvertreterin, Laura Dotzer, begrüßten die Familien herzlich. "Heute stehen die Kinder im Mittelpunkt", betonte Christian Blachnik. Und genauso war es auch.

Gabriele Beier schrieb den berühmten Kinderbuchklassiker zum Theaterstück um. Das beeindruckende Bühnenbild versetzte die Kinder in großes Staunen. Dabei achten die Beiers sehr auf Nachhaltigkeit: "Wir upcyclen sehr viel für unsere Kulisse und die Requisiten. Das hat auch den Vorteil, dass sich Kinder und die Familien oft inspiriert fühlen und unsere Requisiten zu Hause einfach nachbauen können", so Gabriele Beier. So war die Hauptfigur, der Glitzerschuppenfisch, aus einem Plastiksack mit bunten Fahrrad-Reflektoren gefertigt, und glitzerte dennoch effektvoll im Licht der Bühne. Auf humorvolle Weise schilderten beide Schauspielerinnen die Suche des Glitzerschuppenfisches nach einem Versteck für seine glitzernden Schuppen. Schließlich, durch den klugen Rat einer schönen Meerjungfrau überzeugt, schenkte er seine Glitzerschuppen seinen neuen Freunden. So hatte er nicht nur den bösen Räuberfisch los, der es auf alles abgesehen hatte, was glitzert - sondern auch noch Freundschaften geschlossen.

Begleitend setzte Gabriele Beier besondere Instrumente ein, die das Meeresrauschen oder den Auftritt der Meerjungfrau fantasievoll begleiteten. Auch selbstgeschriebene Lieder waren Teil des kreativ inszenierten Stücks. Raphaela Beier erntete von den Kindern für ihre komischen und absurden Figuren immer wieder viel Gekicher.

Nach dem wohlverdienten Applaus für das Klexs-Theater luden die beiden Veranstalter noch zu kostenlosem Gebäck und Getränken ins Foyer ein. Christian Blachnik von der Sparkasse Mainfranken Würzburg kündigte an, die langjährige Zusammenarbeit mit der Stadt Kitzingen fortzusetzen. Dem nächsten Familientag mit einem besonderen Theatererlebnis steht daher nichts im Wege.

Von: Isabelle Schön (Leiterin, Bildungs- und Kulturhaus Alte Synagoge Kitzingen)