Die Erweiterungen eines Wohngebiets sowie einer Gewerbefläche im Ortsteil Gräfenneuses beschäftigte den Gemeinderat in Geiselwind in seiner jüngsten Sitzung. Bürgermeister Ernst Nickel trug die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden zur erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes vor.

Bei dem etwa ein Hektar großen Wohngebiet ist die Sache nicht ganz so einfach, wie sich herausstellte. Das Stück, auf dem zwei Bauplätze entstehen sollen, liegt im Südosten des Dorfes. Es befindet sich am Weg nach Röhrensee und schließt an eine bestehende Wohnsiedlung an. Größtenteils gehört es allerdings zum Landschaftsschutzgebiet. Auf dieses Problem hatte die untere Naturschutzbehörde in ihrem Schreiben hingewiesen. Wegen möglicher Schwierigkeiten schlug sie ein anderes Grundstück unweit davon zur Bebauung vor. Das möchten aber weder die Bauwerber noch die Gemeinde. Nun soll versucht werden, die Fläche aus dem geschützten Bereich heraus zu bekommen. Das sei möglich, aber etwas aufwändiger, hieß es in der Sitzung.

Naturschutzbehörde könnte eine artenschutzrechtliche Prüfung fordern

In dem Zusammenhang fragte Gemeinderat Simon Seitz, ob die Naturschutzbehörde die Bauplätze dort generell verhindern könne. Darauf antwortete Verwaltungsleiter Wilfried Hack, dass die Naturschutzbehörde wohl eine artenschutzrechtliche Überprüfung fordern werde. Das sei aufwändig, koste dem Bauwerber einiges an Geld und verzögere das Ganze.

Weniger Probleme dürfte die Aufnahme der 2,6 Hektar großen Gewerbefläche nordöstlich von Gräfenneuses in den Plan machen. Hierzu äußerten die Behörden keine größeren Bedenken. Der Gemeinderat stimmte der Planänderung zu.

In der Sitzung teilte Bürgermeister Nickel außerdem mit, dass die Gemeinde die Digitalisierung des Rathauses weiter voran treibt, wie es vom Bund gefordert wird. Zur Bereitstellung von Online-Diensten wird weitere Software angeschafft, Bürgerinnen und Bürger können dann noch mehr online erledigen. Dank einer Förderung bleiben dem Markt 3421 Euro als Anteil an den Gesamtkosten von 17.106 Euro.

Außerdem fragte Gemeinderätin Margot Burger, ob am neuen Aussichtspunkt auf dem Krackenberg bepflanzt werde. Nickel verwies darauf, dass der Bauhof derzeit keine Zeit habe. Möglicherweise werde das erst nächstes Jahr erfolgen. Zum Stand beim neuen Hartplatz für die Schule teilte Nickel mit, dass die Ausschreibung noch laufe. Bislang habe sich jedoch noch keine Firma für den Bau gemeldet.