"Heuer können wir wieder mehr einschlagen und vor allem Pflegemaßnahmen machen, weil die tschechische Firma mit ihren Leuten wieder anrückt", verkündete Dieter Rammensee, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Kitzingen, in der Willanzheimer Ratssitzung. Denn die Tschechen waren wegen der Corona-Pandemie zwei Jahre nicht mehr gekommen und so war einiges an Arbeit liegen geblieben.

Rammensee erläuterte den Jahresbetriebsplan für den Gemeindewald. Der sieht einen Holzeinschlag von insgesamt 260 Festmetern vor. Sie setzen sich hauptsächlich aus der Durchforstung von Eichenbeständen, der Entnahme dürrer Bäume an mehreren Standorten mit 6,5 Hektar Fläche zusammen. Laut dem Hiebsatz könnten jährlich 600 Festmeter geerntet werden, doch diese Menge haben die Förster und die Gemeinde schon seit Jahren nicht mehr ausgeschöpft. Für Ausgaben sorgen Pflegemaßnahmen, Zaunbau und Nachpflanzungen in verschiedenen Waldabteilungen. Dieter Rammensee ging davon aus, dass die nachgefragte Brennholzmenge heuer in Hüttenheim höher ausfallen werde als vor Jahresfrist. Die Willanzheimer bekommen vom Staat eine Förderung, die sich Gemeinwohlausgleich nennt, von 1600 Euro. Laut Dieter Rammensee wird der Hektarsatz des Gemeinwohlausgleichs demnächst angehoben. Unter dem Strich wird sich heuer im Wald laut dem Forstmann eine schwarze Null ergeben. Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert dankte der Willanzheimer Waldhelfergruppe, die sich ehrenamtlich immer wieder im Wald nützlich macht. Die Bürgermeisterin hoffte, dass die jungen Baumpflanzen gut anwachsen und die Gemeinde setzte vordergründig auf Naturverjüngung.

Trinkwasserpreis wird auf 1,45 Euro steigen

Die Bürgermeisterin gab darüber hinaus bekannt, dass die Einnahmen aus den Holzstrichen sich in Markt Herrnsheim auf 2720 Euro, in Hüttenheim 7590 Euro und in Willanzheim auf 10892 Euro beliefen. Da hätten sich Prognosen bestätigt, dass mehr Brennholz nachgefragt wird.

"Am Samstag kam ein nicht so erfreuliches Schreiben von der Fernwasserversorgung Franken, denn der Trinkwasserpreis wird nicht auf 1,35 Euro pro Kubikmeter erhöht, sondern aufgrund höherer Energie- und Personalkosten gar auf 1,45 Euro.