Die Baustelle ist eingerichtet, die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet "Am Schwanberg" in Rödelsee haben mit der Errichtung der Baustraße begonnen. Jetzt können die ersten Grundstücksverträge notariell beglaubigt werden.

Einige Bauwerber seien von der Reservierungsvereinbarung zurückgetreten, weil allen Bauwerbern mitgeteilt worden sei, dass die Reservierungsgebühr zurückerstattet werden könne, informierte Bürgermeister Burkhard Klein in der Gemeinderatssitzung. Es gingen aber regelmäßig weitere Anfragen nach Bauplätzen bei der Gemeinde ein. Zudem würden Maklerbüros informiert, dass aktuell 15 von den insgesamt 75 Baugrundstücken zu haben seien.

Städtebaulicher Vertrag 

Klein rechnet damit, dass bald die ersten Grundstückskaufverträge notariell beurkundet werden. Weil notwendige Zuarbeiten aus der Verwaltung an das Notariat in Ochsenfurt lange dauerten, sei es hier zu Verzögerungen gekommen. Diesen Vorwurf wies der geschäftsleitende Beamte der Verwaltungsgemeinschaft Iphofen, Leo Eckert, postwendend zurück. In der Verwaltung warte man auf die notwendige Zuarbeit der beauftragten Rechtsanwaltskanzlei.

Neben dem Kaufvertrag, von dem Gemeinderat Markus Ostwald gerne noch ein endgültiges Musterexemplar sehen möchte, wird es auch einen städtebaulichen Vertrag geben. Die abzuschließenden Verträge müssen nicht jedes Mal im Gemeinderat beschlossen werden. Dieser erteilte dem Bürgermeister und seinem Stellvertreter Bernd Lussert dafür eine Vollmacht.

Ansprüche werden geprüft

Im Baugebiet "Spieß Ost", also dem am Schlossberg, sind die Straßensanierungsarbeiten abgeschlossen. Die bisher von der Baufirma Weeth in Rechnung gestellten Kosten wurden nach Prüfung durch das Ingenieurbüro Arz mit rund 1,5 Millionen Euro festgestellt. Abzüglich der geleisteten Vorschusszahlung von 660.896 Euro ergibt sich damit ein weiterer Zahlungsanspruch von 842.464 Euro gegenüber dem Ingenieurbüro Balling, das für die Sanierungskosten aufkommen muss. Die Rechtsanwälte des Ingenieurbüros seien durch den Rechtsanwalt der Gemeinde zur Zahlung aufgefordert worden.

Des Weiteren sind Materialkosten von 135.417 Euro an die Firma Lenz, Ziegler, Reifenscheid sowie Kosten von 8806 Euro an das Büro PeTerra überwiesen worden. Die Abrechnung der Ingenieursleistungen durch die Arz-Ingenieure steht noch aus. Auch die für die notwendige Sanierung angefallenen Kosten macht die Gemeinde beim Ingenieurbüro Balling gesondert geltend.

Die Vergabesumme an die Firma Weeth belief sich auf 1,63 Millionen Euro. Darin waren die durch die Gemeinde in Auftrag gegebenen Bauarbeiten in Höhe von 180.000 Euro nicht enthalten. Die Firma Weeth hat noch Nachberechnungen zu den Schlussrechnungen gestellt, die noch geprüft werden müssen. Ob und inwieweit die Ansprüche berechtigt sind – zum Beispiel wegen Bauzeitenverlängerung oder der Corona-Krise – wird laut Klein auch noch rechtlich geprüft.

Schäden an Privathäusern

Wegen der bei der Sanierung entstandenen Schäden an privaten Häusern wurde nun durch die Gemeinde die LGA Bautechnik GmbH beauftragt, sich mit den betroffenen Eigentümern in Verbindung zu setzen. Die Firma hatte schon im Vorfeld die Begutachtungen der Anwesen vorgenommen.

Am Gemeindeverbindungsweg Fröhstockheim-Großlangheim, der auch als Geh- und Radweg genutzt wird, sind punktuelle Ausbesserungen des Belags notwendig gewesen. Die Maßnahme sei besonders dringlich gewesen, informierte Klein den Gemeinderat. Deshalb hat Klein damit die  Firma Rank beauftragt. Die Arbeiten seien auch schon ausgeführt worden, wie es im Gemeinderat hieß. Das Gremium stimmte nachträglich der Vergabe zu.