Ein Heimspiel hatte Noah Sattes beim Jugendtanz-Event der Förderation Europäischer Narren (FEN) in der proppevollen Albertshöfer Gartenlandhalle. Der 14-Jährige erlebte seine Premiere als Moderator des Nachmittags und führte durch ein abwechslungsreiches Programm. Natürlich stieg er wieder in die Bütt, die seit ein paar Jahren seine Passion in der fünften Jahreszeit ist.

Noah Sattes beklagte in der Bütt, dass es mit der Wunschidylle fehlt in Hülle und Fülle in seiner Familie. So wünsche er sich vergeblich einen Hund und das Homeschooling habe ihm überhaupt nicht behagt. Dafür habe er Freunde, die über ihre Smartphones täglich acht Stunden verbunden sind. Derweil träume seine Mutter von einem Eigenheim, denn es sei in ihrer 80-Quadratmeter-Wohnung schon eng. Er freue sich auf seine Konfirmation im kommenden Jahr, wonach er mit seinen Jungs zur Burschenschaft gehen dürfe. Überhaupt beschrieb er sich als stubenreiner, kochender und einkaufender Musterknabe. Da seine Mutter dauernd nerve, habe er sich jetzt einfallen lassen, ihr zum Geburtstag eine Flugreise nach Mallorca zu schenken. In fünf Jahren, wenn er 18 Jahre geworden sei, würde er sie wieder abholen.

Der erste Auftritt des Jugendtanz-Events gehörte den einheimischen Bobberlies, die eine Piraten-Nummer aufführten, die Bühne enterten und einen Piratenschatz bargen. Ihnen folgten die Jugendgarde aus Untererthal mit einem Gardetanz und die Minis der Kräuter-11 aus Schwebheim, die als Entenfamilie viel Applaus erhielten. Die erste Solo-Nummer des Programms war dem Tanzmariechen des gastgebenden Höpper-Elfers, Mila Hauke, vorbehalten. Sie bekam, wie alle Mitwirkenden, den Sessionsorden der FEN von Jugend-Präsidentin Annalena Seith überreicht.

Mit Lina Rasch und Ivo Hauer von Blau-Weiß Elfershausen stand ein Duo in der Bütt und erzählte eine Story über Pippi Langstrumpf und ihren Seeräuber Sepp. Lina Rasch fabulierte über ihre Tante Grusel-Liese und monierte, dass ihr Affe Nilsson zum Gesellschaftspräsidenten in Elfershausen gemacht worden sei. Kunterbunt entpuppte sich das Outfit der RKK-Youngsters aus Grafenrheinfeld. Nach ihnen kamen die Mädels der Frankensternchen aus Frankenwinheim. Sie legten eine flotte Polka hin und zeigten später noch einen Marsch. Fiona Kiesel von der Berger Mee-Elf aus Bergreinfeld bekrittelte in der Bütt, dass sie gehalten werde "für viel zu jung, aber ich bin doch nicht dumm". Sie malte imaginär ihren reichen Traummann, den sie heiraten könne, wenn sie 18 Jahre alt sei, an die Wand.

Die Next Generation der Wild Boys war die zweite Riege der Gastgeber und ihnen gehörte auch die letzte Nummer des Nachmittags mit einer Reise um die Welt. Den zweiten Programmteil eröffnete die Jugendgarde aus Ebenhausen, die die Feuerwehr thematisierte. Eine weitere Polka führte die Juniorengarde aus Elfershausen auf und ebenfalls eine Polka tanzten zwei Tanzmariechen von der ÖFG Oberthulba. Gegen Ende der Veranstaltung durften die Jugendschautanz-Gruppen aus Untererthal und Elfershausen ihr Können bei Schautänzen unter Beweis stellen.