Einstimmig änderte der Gemeindeart Rödelsee in seiner jüngsten Sitzung nach erfolgter Abwassergebührenkalkulation die Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung. Ab 1. Januar 2023 betragen die Gebühren für die Schmutzwasserbeseitigung 2,57 statt 1,78 Euro pro Kubikmeter. Bei der Niederschlagswasserbeseitigung ändert sich der Betrag von 20 auf 28 Cent pro Quadratmeter Fläche.

Die neuen Gebühren waren in den beiden Bürgerversammlungen vor kurzem vorgestellt worden. Einwände oder Fragen dazu hatte es laut stellvertretendem Bürgermeister Bernd Lussert nicht gegeben. Da Bürgermeister Burkhard Klein im Urlaub ist, leitete Lussert die Sitzung.

Reservierungsbeitrag wird erstattet

Frohe Kunde gibt es für Bauwerber, die für einen Bauplatz im neuen Baugebiet "Am Schwanberg" in Rödelsee einen Reservierungsbeitrag gezahlt hatten, den Bauplatz aber wieder zurückgegeben hatten. Zurückerstattet wurde der Betrag bisher nur bei einem Nachweis eines Härtefalls. Wie Lussert nun einen Beschluss aus nichtöffentlicher Sitzung öffentlich machte, wird allen, die – aus welchen Gründen auch immer – den reservierten Bauplatz zurückgegeben haben, der Betrag ohne Nachweis erstattet.

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan für die Erweiterung des Betriebsgeländes der Firma Intraprofil im Gewerbegebiet Fröhstockheim ist als Satzung beschlossen. Die in der zweiten Auslegung vorgebrachten Einwände wurden vom Gemeinderat zuvor abgewogen.

Martin Czasch, Geschäftsführer von Intraprofil, betonte in der Ratssitzung, dass die Firma ihre Lagerfläche Richtung Süden erweitere, um ausreichend Lagerkapazität zu haben. Am Standort ist laut Plan die Errichtung von zwei Lagerplätzen zur Lagerung von Trockenbauprofilen mit einer Gesamtfläche von rund 18.000 Quadratmetern geplant. Auf Nachfrage von Gemeinderat Markus Ostwald sagte Czasch, dass es billiger sei, in die Fläche zu erweitern, statt ein Hochregallager zu bauen. So sei man auch flexibler.

Sechs zusätzliche Lastwagen werden täglich das Gelände anfahren

Der Betrieb auf den Lagerflächen beschränkt sich auf die Zeit von 6 bis 18 Uhr. Sechs zusätzliche Lastwagen werden täglich das Gelände anfahren. Hinsichtlich des Lärms wird die Betriebsnutzung als unproblematisch angesehen. Dies trifft auch für den Kitzinger Stadtteil Hoheim zu. Der Bauausschuss der Stadt Kitzingen hatte sich, wie berichtet, in seiner jüngsten Sitzung Sorgen um die künftige Entwicklung des Stadtteils Hoheim gemacht und entsprechende Bedenken im Verfahren geäußert. Diese seien unbegründet, hieß es nun im Rödelseer Gemeinderat mit Verweis auf das Schallgutachten. Markus Ostwald meinte, dass sich die Stadt Kitzingen wohl mehr um den Lärm vom Gewerbegebiet sorge als die Gemeinde Rödelsee selbst.

37 Träger öffentlicher Belange waren insgesamt angeschrieben worden. 20 hätten sich nicht geäußert, 17 hätten eine Stellungnahme abgegeben, elf davon ohne Einwände oder Bedenken. Zudem hatte eine Bürgerin aus Fröhstockheim Bedenken geäußert. Alle Einwände wog der Gemeinderat ab. Nicht einstimmig, aber mit großer Mehrheit. Die Gegenstimmen kamen von der Freien Liste Fröhstockheim-Rödelsee.