Die Französischklassen der 9a, 9b und 10a besuchten im Rahmen des deutsch-französischen Tags das Unternehmen EBM-Papst in Mulfingen, Baden-Württemberg. Dort lernten sie die Produktion und den Vertrieb der Ventilatoren kennen, wurden auf Französisch über die Geschäftsstelle in Frankreich informiert und entdeckten den Standort in einer interaktiven Führung. Zum Schluss wurde der Besuch durch eine Einladung zum Mittagessen abgerundet. Lehrerin Antonia Miecke hatte die Fahrt organisiert.

Der deutsch-französische Tag hat das Ziel, die Jugendlichen beider Länder mit dem Nachbarland und seinem kulturellen Reichtum bekannt zu machen. In allen Einrichtungen der deutschen und französischen Bildungssysteme dient er der Werbung für die Partnersprache sowie der Information über Austausch- und Begegnungsprogramme und Möglichkeiten des Studiums und der Beschäftigung im Partnerland. Außerdem können Schüler im Rahmen eines Entdeckungstags Unternehmen besuchen und sich über berufliche Perspektiven informieren, wie eben die Jahrgangsstufen 9 und 10 des Egbert-Gymnasiums.

Seit 60 Jahren unterhalten Deutschland und Frankreich eine einzigartige Beziehung, die 1963 durch den Elysée-Vertrag besiegelt worden ist. Mit ihm sollte die deutsch-französische Freundschaft vor allem durch Kultur- und Jugendaustausch im Herzen der Gesellschaft verankert werden. Die beiden Länder haben es verstanden, ihre Konflikte der Vergangenheit in eine treibende Kraft für den Frieden in Europa zu verwandeln. Der Austausch zwischen ihnen hat einen zuvor nicht dagewesenen Umfang erreicht. Ihre Beziehungen sind durch Vielfalt gekennzeichnet und im Alltagsleben beider Völker verankert.

Von: Antonia Miecke (Lehrerin, Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach)