Bamberg — Die Stadt Bamberg will die bisher gewährte Leistung von 150 Euro pro Platz und Jahr zum Betrieb von Kindertagesstätten im Haushalt 2016 streichen. Diese Absicht hat zu heftigen Protesten bei den betroffenen Kitas ausgelöst. Elternteile und Elternbeiräte verschiedener Kitas sind an die Fraktionen herangetreten, mit dem Wunsch, Klarheit bzw. Unterstützung zu erhalten. Die FW-Stadtratsfraktion hat dazu bei Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) beantragt: "Die Stadt Bamberg verzichtet auf eine Streichung der freiwilligen Leistung für Kindertageseinrichtungen in freigemeinnütziger Trägerschaft."
Die Freien Wähler erinnern daran, dass in der Bürgerversammlung vom 29. Oktober zwei Väter die Absicht hatten, unabhängig voneinander Anträge zu der Frage zu stellen, die Verwaltung diesen Wunsch aber abbiegen konnte. "Mittlerweile sind noch weitere Eltern an uns herangetreten, mit der eindeutigen Botschaft, dass die Träger ,ihrer' Kindergärten auf diese Leistungspauschale nicht verzichten können", betont FW-Stadtrat Hans-Jürgen Eichfelder die Initiative. Seine Stadtratskollegin Ursula Redler beschreibt die Befürchtung der Eltern, dass sich die Gebühren für die Kindertagestätten erhöhen würden. "Die Alternative dazu wäre", so Redler, "dass die Einrichtungen ihren Qualitätsstandard überprüfen und voraussichtlich absenken müssten."
Die FW-Fraktion unterstützt die Argumentation der freien Kita-Träger, die darauf hinweisen, dass die Pflichtaufgabe Kitas in Bamberg ausschließlich von freigemeinnützigen Trägern erbracht werde. "Müsste die Stadt Bamberg eigene Kitas betreiben, kämen ihr die Betriebskosten deutlich teurer", betont Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer. red