Mit auf eine Reise in den hohen Norden nimmt Anfang März ein Film die Zeiler Kinobesucher. "Spitzbergen - Auf Expedition in der Arktis" lautet sein Titel. Die beiden Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg haben im arktischen Sommer Spitzbergen mit einem zum Expeditionsschiff ausgebauten Fischkutter umrundet. Und ihre Reise mit zwei Kameras dokumentiert.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, entdeckten die beiden auf ihrer Reise eine einzigartige Welt aus Eis, Schnee und Gletschern, die durch den Klimawandel bedroht sei wie nie zuvor. Auf Spitzbergen, der nördlichsten Inselgruppe Europas, leben laut Mitteilung nur 2500 Einwohner. Die rund 3000 Eisbären, die dort leben, seien "leicht in der Überzahl". Das hätten auch die Filmemacher zu spüren bekommen: Nach einer Anlandung auf Phippsoya mussten sie mit der gesamten Crew zurück in ihr Schlauchboot flüchten, weil aus der Ferne ein Eisbär auf sie zugelaufen kam.

Schranz und Wüstenberg seien auch Küstenstreifen angelaufen, auf die zuvor nur sehr wenige Menschen einen Fuß gesetzt haben. Sie spürten dabei nach eigener Aussage die gewaltige Einsamkeit und Stille der Arktis. Die Filmemacher fuhren zu gefrorenen Wasserfällen, zu Fjorden mit eisblauen Gletschern und zu Buchten mit funkelnden Eisskulpturen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Vor einer riesigen Gletscherwand filmten sie, wie ein hausgroßes Stück Eis krachend ins Wasser kalbte.

Es sei etwas komplett anderes, ob man vom Klimawandel lese oder ob man in der Arktis hautnah miterlebe, wie dramatisch schnell die Eismassen abschmelzen, sagt Schranz. "Unser Film lebt von den Begegnungsmomenten zwischen Natur und Mensch", sagt Wüstenberg.

Nach "Die Nordsee von oben" und "Südafrika - Der Kinofilm" ist der neueste Film der beiden im Zeiler Capitol-Theater am Samstag, 7. März, um 15 Uhr und am Montag, 9. März, um 17 Uhr zu sehen. red