Charlotte Wittnebel-Schmitz Einsatzkräfte der Wasserwacht Bad Kissingen bargen am vergangenen Samstag einen Kinderwagen aus der Saale. Er war am Dampferanlegesteg am Rosengarten in die Fränkische Saale gefallen. "Glücklicherweise war kein Kind darin", sagt Andreas Bröll von der Wasserwacht.

Er schildert den Einsatz so: Ein Tourist wählte um die Mittagszeit die 112 und berichtete, dass der Kinderwagen seiner Familie aus Versehen in die Saale gerollt sei. Die Bremsen seien nicht angezogen gewesen.

Die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt erhielt den Anruf und alarmierte den diensthabenden Einsatzleiter der Wasserrettung. Da kein Mensch in Lebensgefahr war und es sich um keinen zeitkritischen Einsatz handelte, sei nicht das "große Aufgebot gekommen", sondern nur eine kleine Besatzung der Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht. In Coronazeiten versuche man mit möglichst wenig Personal auszukommen. Im Einsatz waren der Einsatzleiter Wasserrettung sowie die Wasserwacht Bad Kissingen mit zwei Fahrzeugen.

Zunächst suchten die Einsatzkräfte mit einem Wasserretter den ufernahen Bereich ab. An der Uferstelle habe das Wasser zwar nur eine Tiefe von 1,5 Meter, durch das Gefälle an der Stelle sei der Kinderwagen dann jedoch tiefer gerutscht. "Es gibt einen kleinen Abhang unter Wasser", sagt Bröll.

Da die Suche nach dem Kinderwagen zunächst erfolglos geblieben sei, habe sich ein Rettungstaucher auf die Suche nach dem Kinderwagen gemacht. "Er hat ihn dann recht schnell gefunden", berichtet Bröll. Der Kinderwagen befand sich in ca. vier Meter Tiefe.

Die Einsatzkräfte holten ihn aus dem Wasser und gaben ihn dem Besitzer zurück. "Der Tourist war froh, dass sein Kind nicht drin war. Auch die Spielente am Wagen war noch dran", sagt Bröll.

Von Kollegen habe Bröll erfahren, dass vor einigen Jahren bereits schon einmal ein Kinderwagen an dieser Stelle ins Wasser gerollt sei. Ein Absperrgitter gebe es nicht.