Zehn Jahre ist es nun her, dass die Kindertagesstätte "Am Bühl" in Untersteinach ihrer Bestimmung übergeben wurde. Grund genug, dies mit einem Frühlings- und Jubiläumsfest unter sehr guter Teilnahme der Bevölkerung zu begehen.
Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) erinnerte in seinem Grußwort eingehend an die Entstehung des Projektes. Schon vor über 50 Jahren war ein Neubau des Kindergartens in der Pestalozzistraße geplant. Am 23. Oktober 1963 wurde die Baugenehmigung erteilt und das Haus am 5. September 1965 mit dem damaligen Pfarrer Andreas Kiener von der evangelischen Kirchengemeinde eingeweiht. Schon am 1. September 1973 wurde der bestehende Bau erweitert und am 15. März 1996 zog eine dritte Gruppe ein. Im Jahr 2005 entschied man sich gegen eine Sanierung und für einen Neubau am Bühl. Unter erschwerten Bedingungen konnte unter Leitung von Altbürgermeister Heinz Burges das Grundstück Am Bühl erworben werden.
"Es waren mehrere nicht einfache Verhandlungen notwendig, aber letztendlich kam es, wie es kommen musste. Die evangelische Kirchengemeinde beteiligte sich mit einer beträchtlichen Summe an den Baukosten und der Kindergartenförderkreis sowie viele Spender an den Kosten".
Zurzeit werden 48 Kinder im Kindergarten, zehn Buben und Mädchen in der Krippe und 46 Kinder im Hort betreut.


Nachfrage nach Kita-Plätzen

Schon zwei Jahre nach Beginn des Baues der Kindertagesstätte wurde eine Kinderkrippe angebaut. Die gestiegene Nachfrage nach Krippenplätzen und die Bereitstellung von Bundesmitteln waren ausschlaggebend für eine schnelle Umsetzung. Die Gesamtkosten der Kindertagesstätte beliefen sich auf knapp 1,25 Millionen Euro ohne Grunderwerb. In den Krippenbau wurden nochmals rund 340 000 Euro investiert.
Im Jahr 2014 waren die 25 Hortplätze nicht mehr ausreichend, da schon weit über 30 Anmeldungen für das Jahr 2014/15 vorlagen, worauf die Umsiedlung in die einheimische Schule erfolgte. Die Kosten in Höhe von rund 150 000 Euro wurden von der Gemeinde ohne öffentliche Zuschüsse gestemmt.


Gute Zusammenarbeit

Der Guttenberger Bürgermeister Eugen Hain zeigte sich über die Entwicklung einer beispielhaften und modernen Stätte vor zehn Jahren stolz. "Lobenswert ist dabei eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Untersteinach und der evangelischen Kirche", so Hain. Die Leiterin der Kindertagesstätte Sylvia Bayer lobte das Raumkonzept: "Unser Haus ist kontinuierlich gewachsen. Wir beschäftigen mittlerweile 14 pädagogische Mitarbeiterinnen." Die Grüße des Landrates überbrachte stellvertretende Landrätin Christina Flauder. "Die wichtigste Arbeit ist Kinder großzuziehen", so der frühere Untersteinacher Pfarrer Raimund Pretzer. Ein Grußwort sprach auch Elternbeiratsvorsitzende Bianca Hildner. Am Beispiel vom jüdischen Zöllner Zachäus zeigte Pfarrer Wolfgang Oertel, der die Begleitung mit der Gitarre übernahm, die Sicht Jesu auf die Kleinen auf. Ein Höhepunkt war der Auftritt des Zauberer "Wobby".
Der Erlös des Festes kommt dem Gartenprojekt "Wasser-Matsch-Straße" zu Gute. red