Schweinfurt — Angeklagt ist ein 42-Jähriger aus Schweinfurt wegen des Besitzes kinderpornografischer Dateien. Hinzu kommt ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Kriminalpolizei hatte auf dem Laptop des Mannes 13 Bilddateien gefunden, die ein augenscheinlich minderjähriges nacktes Mädchen zeigten.
Der Computer war bei einer Wohnungsdurchsuchung im Oktober 2013 sichergestellt worden, in deren Verlauf die Polizei außerdem geringe Mengen Haschisch und Amphetamine fand. Der Mann, der wegen weiterer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorbestraft ist, räumte beim Termin im Amtsgericht den Besitz der Drogen ein.
Zu den eindeutigen Bildern mit dem Mädchen, das der Vorsitzende auf ein Alter von 14 Jahren schätzte, sagte der Angeklagte, dass er sie unbewusst zusammen mit legalen pornografischen Fotos und Videos, auf denen Erwachsene zu sehen sind, auf einer Downloadplattform erworben habe. Bei dieser sei er über eine Abo-Falle "ein Jahr lang Kunde gewesen", behauptete der 42-Jährige. Er will nicht in böser Absicht gehandelt haben, als er die Bilder des Mädchens herunterlud. "Im Gegenteil, ich verurteile das selber", sagte er. Er habe sie wegen ihrer Entwicklung als älter angesehen. Der Vorsitzende und die Staatsanwältin waren sich einig, dass die Aufnahmen ein Mädchen zeigen, das ganz offensichtlich nicht volljährig ist. Jetzt soll noch der Polizeibeamte gehört werden, der den Laptop ausgewertet hat. Schließlich geht es bei dem Angeklagten um sehr viel, da er zum Zeitpunkt der angeklagten Tat unter Bewährung stand. Das Amtsgericht vertagte den Prozess. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. mab