Die Horte der Geschwister-Gummi-Stiftung bieten nicht nur eine Frühbetreuung vor Schulbeginn, sondern auch eine Begleitung in weiten Teilen der Schulferien an. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stiftung hervor.

In den Räumen des ökumenischen Kinderhorts in der Wilhelm-Meußdoerffer-Straße treffen sich beispielsweise rund 90 Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse, um gemeinsam Mittag zu essen, zu spielen, zu werken, zu lernen und die Hausaufgaben zu erledigen. Zwei Mädchen bauen gerade ein fiktives Restaurant auf. "Rollenspiele sind immer sehr beliebt und auch immens wichtig", weiß Elsbeth Oberhammer, Leiterin des Fachbereichs Tageseinrichtungen für Schülerinnen und Schüler. Vieles können die Kinder schon eigenständig erledigen. Wenn sie Hilfe benötigen, stehen ihnen die pädagogischen Fachkräfte zur Seite. Diese haben eine fachliche Ausbildung zur Kinderpflegerin und zum Kinderpfleger, zur Erzieherin und zum Erzieher absolviert, meist kommen noch spezifische Fort- und Weiterqualifizierungen wie beispielsweise zu den Themen Psychomotorik, Partizipation und Resilienz hinzu. Das Team fördert die Entwicklungsaufgaben in den unterschiedlichen Altersstufen der Kinder und leistet bei Bedarf Unterstützung.

Bei Entwicklungsauffälligkeiten steht dem Team der Fachdienst der Stiftung zur Seite: Er unterstützt die Horte bei seinem gesetzlichen Auftrag zur Integration von Kindern mit Entwicklungsrisiken und erfüllt damit eine präventive Aufgabe.

Fragt man Kinder, die hier ihre Morgenstunden und Nachmittage verbringen, beschreiben sie "ihren Hort" so: "Da, wo ich meine Freunde treffe", "Da, wo ich Hausaufgaben mache, aber trotzdem nicht in der Schule bin", "Da kann ich chillen" oder "Da kann ich vieles ausprobieren."

Ab 2026, wenn der von der Bundesregierung beschlossene Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter gelten soll, werden die Horte nochmals an Bedeutung gewinnen. Schülerhorte begleiten Mädchen und Jungen in ihrem Alltag, das heißt auch in der Gruppe. "Dort finden Lernen und Entwicklung statt. Manchmal braucht es Bestärkung, manchmal Anleitung, aufmerksames Zuhören und Hinschauen. Die Herausforderung ist es, jedem Kind gerecht zu werden", so Elsbeth Oberhammer. Die Geschwister-Gummi-Stiftung ist Trägerin für den Ökumenischen Kinderhort Kulmbach, den Schülertreff Altes Forsthaus, den Schülerhort Stadtsteinach und den Schülerhort Burghaig. red