Nach eineinhalb Jahren Coronazeit konnte man im Seniorenheim Gertrudis endlich wieder Kinderlachen hören und Kinderfüßchen durch den Flur laufen sehen. Christina Scheit, Tanzlehrerin der Vhs Bad Kissingen, hatte das Heim kontaktiert: "Meine Tanzkurse laufen wieder, wenn Ihr uns tanzen sehen wollt, kommen wir zu Euch, so schnell es geht!" Unter Einhaltung aller Hygieneauflagen, bei geöffneten Fenstern und mit großem Abstand zu den Zuschauern tanzten sich die Tanzmäuse in die Herzen der Bewohner.

Aufgrund einer maximalen Besucherzahl durften sogar die Eltern der kleinen Mädchen nicht mit hinein ins Heim - was für manche Mädels wirklich hart war, schließlich waren die Kleinsten drei Jahre alt. Aber alle Tanzmäuse überwanden sich, denn das Ziel war allen klar: Den Senioren eine richtig große Freude zu machen. "Die Aufregung vor einem Auftritt war bei den Mädels noch nie so hoch wie heute," berichtet Christina Scheit, "denn überlegen Sie mal: auch die Kinder sind jetzt keine fremden Menschen mehr gewohnt. Die waren zu Corona auch nur zuhause bei ihren Familien."

Die orientalisch klingenden Lieder erklärte Christina Scheit mit kleinen, unterhaltsamen Geschichten. Nach dem Auftritt blickte man in strahlende Gesichter, wo man nur hinsah: Die Senioren waren seelig über die bunte Abwechslung in ihrem Haus, die Kinder stolz auf ihren Mut und die Eltern, die draußen am Eingang warteten, waren begeistert, so zauberhafte Kinder zu haben. Aus der Ferne durften sich die Senioren noch an Christina Scheits Wunderlampe etwas wünschen. Eine Dame sprach ihren Wunsch laut aus: "Ich wünsche mir, dass ihr hoffentlich ganz bald wieder zu uns kommt." red