Viele Fragen zum Leben der Tiere unserer Heimat stellten Kinder von dritten und vierten Klassen während der Projektwoche Natur. Dabei wurde für einen Vormittag das Klassenzimmer in Wald und Natur verlegt. Die Jäger Conny Nebel, Werner Wagner, Gerhard Nagengast und Helmut Zenker von der Jagd-Kreisgruppe Forchheim erklärten mit Hilfe von Präparaten dem interessierten Nachwuchs die Lebensweise der heimischen Tierwelt.


Ausgestopfte Tiere überall

Themenbezogen waren ausgestopfte Tiere in Hecken, am Waldrand, am Waldboden und an Bäumen verteilt. Die Jäger erklärten vom Großen Mauswiesel die unterschiedliche Färbung von Sommer- und Winterfell und erläuterten, dass das weiße Wiesel auch Hermelin heißt. Nebel zeigte die Unterschiede zwischen Baum- und Steinmarder, wobei die Kinder erfuhren, dass es der Steinmarder sei, der in der Nähe von Menschen lebt und er es ist, der die Autos beschädigt. Gezeigt wurde den Schülern auch Europas kleinstes Raubtier, das Kleine Mauswiesel.
Nicht schlecht staunten die Teilnehmer, als sie von Helmut Zenker erfuhren, dass der Dachs die Bauten errichtet, in die auch der Fuchs als Untermieter mit einzieht. Neben Fuchs und Dachs können diese Höhlen auch noch gleichzeitig von Marder und Iltis bewohnt werden, und sogar Brantgänse bauen darin ihre Nester und brüten friedlich ihren Nachwuchs aus. Dieses Nebeneinander innerhalb einer Wohngemeinschaft von normalerweise zueinander feindlich gesinnten Tieren wird in der Jägersprache auch Burgfrieden genannt.
Großen Wert legte der Jäger darauf, dass die Kinder verstehen, dass gerade in der jetzigen Jahreszeit aufgefundene Rehkitze von der Rehgeiß eben nicht verlassen sind und diese auf keinen Fall angefasst werden dürfen. Rehkitze, die durch Anfassen menschlichen Geruch annehmen, seien dadurch zum Tode verurteilt, da diese dann vom Fuchs oder von streunenden Hunden gefunden werden.


Jagdhundevorführung

Ein Höhepunkt dieser naturnahen Exkursion war die Vorführung der Jagdhunde durch Renate Hofmann und Claus Dieter Schwager, insbesondere, wie diese jagdlich eingesetzt werden und dem Jäger bei seiner Arbeit für die Natur helfen können.
Beim abschließenden schriftlichen Test bewiesen die Ausflügler, dass sie gut aufgepasst hatten und konnten die gestellten Fragen fast alle beantworten. Die jeweils Besten aus jeder Klasse werden von Landrat Ulm zu einer Abschlussveranstaltung ins Landratsamt Forchheim eingeladen. red