Mit einer neuen Musikpädagogin kann es nun an der Grundschule Oerlenbach weitergehen mit dem WIM-Projekt, nachdem es Ende des letzten Schuljahres durch das Ausscheiden der vorherigen Dozentin vorübergehend auf Eis gelegt werden musste. WIM ist die Abkürzung für "wir musizieren" - ein musikpädagogisches Grundschulprojekt, bei dem eine musikalische Grundausbildung mit dem Kennenlernen von Instrumenten verbunden wird, so eine Pressemitteilung der Schule.

In dem Projekt geht es darum, Kinder bereits im Grundschulalter für das Wesen der Musik, Singen, Bewegung, Rhythmus und die Instrumente zu begeistern. Dies geschieht im Tandem, bei dem eine externe Musikfachkraft - in diesem Fall die neue Musikpädagogin Diana Vieth - zusammen mit der Lehrkraft den regulären Musikunterricht gestaltet.

Auf Initiative der drei ortsansässigen Musikvereine aus Ebenhausen, Oerlenbach und Rottershausen begann bereits 2014 die Kooperation zwischen Schule und den drei Musikvereinen für das sogenannte WIM-Projekt. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres ist das Projekt jetzt wieder in zwei Klassen der Grundschule Oerlenbach unter der neuen Leitung von Diana Vieth angelaufen - und zwar in der 1a im Schulhaus Ebenhausen und 1b im Schulhaus Oerlenbach. Für die Kinder ist die Teilnahme kostenfrei, sie wird je zur Hälfte von der Gemeinde und den drei beteiligten Musikvereinen aus Ebenhausen, Oerlenbach und Rottershausen finanziert. Nach Aussagen des Bürgermeisters Nico Rogge wird erfreulicherweise auch die gemeindliche Kultur-Stiftung "Sonnenschein" in diesem Jahr einen Geldbetrag beisteuern.

Federführend beim WIM-Projekt ist der Leiter der Jugendarbeit der Blaskapelle Ebenhausen, Richard Dees, der auch Diana Vieth als neue Musikpädagogin verpflichtet hat.

"Hallo und guten Morgen, so beginnt bei uns der Tag, du machst uns jetzt was vor, und wir machen's nach!", mit diesem Mitmachlied begann die Klasse 1a die Unterrichtsstunde mit Diana Vieth. Dabei wird gestampft, geklatscht und gehüpft, damit alle Kinder schon einmal aktiv mitgemacht haben.

Das WIM-Projekt ist aus 15 verschiedenen Modulen aufgebaut, wobei eines dieser Module die Vorstellung von Holzblasinstrumenten beinhaltet. Dazu hatte Diana Vieth den Kindern Flöten in verschiedensten Größen mitgebracht. Die tollen Anschauungsobjekte, sieben verschiedene Holzflöten jeglicher Größe, waren teils Leihgaben der Musikakademie Hammelburg. Diese überragte sogar einen erwachsenen Mann, wie Richard Dees eindrucksvoll demonstrierte. Auch Schulleiter Ulrich Müller und Bürgermeister Nico Rogge waren extra zur WIM-Stunde nach Ebenhausen ins Klassenzimmer der 1a gekommen und zeigten sich erfreut über das zusätzliche Musikangebot.

Rektor Ulrich Müller betonte, dass sich die Grund- und Mittelschule Oerlenbach als eine offene Schule betrachtet und das Engagement der Musikvereine in der Grundschule positiv bewertet. Bürgermeister Nico Rogge war es sehr wichtig, im Namen der Gemeinde seinen Dank für die Arbeit der Musikvereine und -pädagogen zu überbringen, die den Kindern der ersten und zweiten Klasse Grundlagen in der musikpraktischen Ausbildung bietet. kme