"Kilian freut sich auf den Ausflug nach Würzburg. Seine Oma hat versprochen, ihm mehr über seinen Namenspatron zu erzählen." Warum die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan einst von Irland nach Franken reisten und warum sie in Würzburg den Märtyrertod starben, wird in dem Bilderbuch "Kilian" erzählt. "Es ist ein schönes Buch mit wunderschönen Bildern geworden. Ich wünsche ihm eine große und weite Verbreitung", sagte Weihbischof Ulrich Boom bei der Buchvorstellung dieser Tage am Hochfest der Frankenapostel in der Kilianskrypta im Würzburger Neumünster.

Das Buch wurde nach einer Mitteilung des Bistums mit Blick auf Grundschulkinder geschrieben. Aber es richtet sich an alle Kinder und Erwachsenen, die mehr über den heiligen Kilian erfahren wollen.

Hinter dem Buch steckt ein bewährtes Autorenteam. Alexandra Eck, Referentin für die Besucherpastoral am Kiliansdom, sowie Katharina Kindermann, Erziehungswissenschaftlerin und Grundschullehrerin, und Religionspädagoge Joachim Schroeter haben bereits den Kirchenführer "Der Kiliansdom zu Würzburg" geschrieben. Der Anstoß für das neue Buch sei von einer Lehrerin gekommen, die sich ein kindgerechtes Buch über die Legende des heiligen Kilian gewünscht habe, erzählte Eck. Von der Idee bis zum fertigen Buch habe es dann rund eineinhalb Jahre gedauert. "Die Herausforderung war, die Geschichte des heiligen Kilian so zu erzählen, dass sie greifbar wird."

Als Rahmenhandlung habe man einen kleinen Jungen namens Kilian genommen, der mit seiner Oma durch Würzburg wandert - von der Alten Mainbrücke bis zum Kiliansschrein im Neumünster. Dabei erfährt er, wie Kilian und seine Gefährten einst von Irland über das Meer nach Franken kamen, warum Herzogin Gailana die Frankenapostel töten ließ und warum sich ihr Grab nun im Neumünster befindet.

Genauso wichtig wie die Geschichte seien die Zeichnungen der Illustratorin Tanja Erdmann sowie die Gestaltung des Buchs durch den Layouter Felix Konrad, so Eck. "Kilian konnte nur lebendig werden, wenn ihm jemand ein Gesicht gibt." Sie habe einen menschlichen und sympathischen, aber trotzdem historisch authentischen Kilian im Sinn gehabt, so Erdmann. pow