Erleichterung und Entwarnung in Melbourne - speziell beim Coburger Tennisprofi Kevin Krawietz: "Wir sind gut drauf und sehr froh, dass es weitergehen kann." Das sagte der 29-Jährige in einer kurzen Videobotschaft am Donnerstagnachmittag unserer Zeit auf der Internetseite rtl.de. Dabei war er bestens gelaunt.

Einige Stunden zuvor war die Lage im Lager des deutschen ATP-Team noch wesentlich angespannter, schließlich sorgte ein Corona-Fall für Unruhe. Am Dienstag hatte es, wie berichtet, in einem Spielerhotel ein infizierte Person gegeben. Es handelte sich um einen 26-jährigen Mitarbeiter im Hyatt Hotel. Bei ihm wurde offenbar die britische Mutation des Virus festgestellt.

Krawietz zeigte sich gestern Nachmittag sehr optimistisch und scherzte mit seinem neuen ATP-Doppelpartner Jan-Lennard Struff um die Wette: "Holen wir uns das Ding", forderte er euphorisch und ballte dabei seine rechte Hand zu einer Faust.

Dem entscheidenden Vorrundenspiel um den Einzug ins Halbfinale stand jedenfalls nichts im Weg, so dass in der zurückliegenden Nacht Alexander Zverev, Struff und "Krawuff" gegen Serbien mit ihrem Erfolgsgaranten, dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic, auf den Court in der Rod Laver Arena durften.

Vorfreude auf Australien Open

Der Witzmannsberger und die anderen deutschen Tennis-Stars freuen sich inzwischen auch auf das erste Grand-Slam-Turnier, das am Montag ebenfalls in Melbourne beginnt. Bei den Australian Open schlägt der zweifache French-Open-Sieger allerdings nicht mit Andreas Mies auf (Knieprobleme) und auch nicht mit Jan-Lennard Struff, sondern wie bereits gemeldet mit dem aus Karlsruhe stammenden Yannick Hanfmann auf. oph