Ein Infektionsschutzkonzept, das den neuen Bestimmungen Rechnung trägt, soll in der katholischen St.-Georgs-Pfarrei Höchstadt an Weihnachten greifen. Dabei gehe es um die Sicherheit der Menschen und um die Notwendigkeit einer trostreichen, spirituellen Erfahrung gleichermaßen, wie Stadtpfarrer Kilian Kemmer betont. Als völlig unsinnig bezeichnet er die Intervention der bayerischen Bischöfe bezüglich des Ausgangsverbotes an Heiligabend.

Heuer die Christmetten früher zu feiern als sonst, stelle überhaupt kein Problem dar, wenn vorher kreative Anstrengungen und Überlegungen vorgenommen wurden. Es stelle ein großes Privileg für die Kirche dar, überhaupt an Weihnachten öffentliche Gottesdienste feiern zu können, das dankbar beantwortet werden sollte, so Kemmer.

Von daher werden an Heiligabend folgende Gottesdienste unter freiem Himmel stattfinden: Am Nachmittag um 14.30 Uhr beginnt eine Kindersegnung an der Lourdesgrotte. Hierfür ist kein Einlassschein erforderlich. Maskenpflicht besteht für Eltern und Kinder. Um 16 Uhr findet ein Wortgottesdienst auf dem Marktplatz statt. Nicht um 22.30 Uhr, sondern bereits um 18.30 Uhr fängt die Christmette ebenfalls auf dem Marktplatz an. Alle drei Gottesdienste sind auf eine gute halbe Stunde konzipiert. Seine Weihnachtspredigt verteilt Kemmer in einem Kuvert an die Gottesdienstbesucher.

"Die Feierlichkeit eines Gottesdienstes hängt nicht von einer Predigt ab, sondern von der innigen Begegnung mit Jesus Christus. Wer sich an den Feiertagen zehn Minuten Zeit nehmen möchte, kann dann meine Gedanken nachlesen und sich darüber freuen oder sich darüber ärgern - je nachdem. Ich will nur einen weihnachtlichen Impuls zum Nachdenken auf einen nicht leichten Weg in diesem Jahr mitgeben." Für die beiden Gottesdienste auf dem Marktplatz ist keine Anmeldung erforderlich. Allerdings sollen alle Gottesdienstbesucher um 16 und um 18.30 Uhr einen Zettel mitbringen, auf dem ehrlich ausgefüllt Name und Telefonnummer stehen. Diese Zettel müssen die Teilnehmer dann in aufgestellte Urnen einwerfen. Die Identifikationszettel liegen bereits zum Mitnehmen in der Stadtpfarrkirche aus, um zu Hause bereits vorbereitet zu werden. Neben der Einhaltung eines Abstands von 1,5 Metern gilt auf dem Marktplatz für beide Gottesdienste Maskenpflicht.

Am Sonntag, 20. Dezember, beginnt um 18 Uhr ein 20-minütiger Bußgottesdienst auf dem Marktplatz. Dabei übergeben die Pfadfinder das "Licht von Bethlehem", das dann an mehreren Stellen entzündet werden kann. Kerzen dafür sind am Samstag von 9 bis 12 Uhr am Marktplatz abholbar genauso wie die Identifikationsblätter für den Bußgottesdienst. red