K ronach ist bunt", lautet ein bekannter Slogan der Kreisstadt für mehr Toleranz. Auch der Stadtrat mit seinen fünf Gruppierungen ist inzwischen recht farbenfroh. Eigentlich ist das ja schön. Doch seit der Wahl gibt es verstärkt Kritik aus den Reihen des Gremiums selbst, dass es manche Mitglieder nun zu bunt treiben.
In der gestrigen Abschlusssitzung wurde Tacheles geredet. Und das war gut so. In allen Gruppierungen schien es zu rumoren. In einer solchen Situation ist es am besten, einmal kontrolliert Dampf vom Kessel abzulassen, ehe es den großen Knall gibt. Denn der brächte Kronach keinen Schritt weiter.
Die CSU und die Freien Wähler nahmen die SPD ins Visier. Jonas Geissler (CSU) kritisierte "einen etwas anderen Stil in der Stadtratspolitik" seit der Wahl. Michael Zwingmann (FW) schimpfte über "Taschenspielertricks" der Sozialdemokraten.