Bernhard Panzer

Auf der Flughafenstraße wird in Höhe der Einmündung Zeppelinstraße bei den Outlets ab September eine Kreuzung gebaut. Diese ist erforderlich, weil das neue Puma-Areal eine eigene Zufahrt bekommt.
Und weil dort, eben wegen der Outlets, vor allem Sporthaus Hoffmann und S.Oliver, sowie einem Bauhandel und weiteren Gewerbetreibenden, zu Stoßzeiten sehr viel Kundenverkehr herrscht und die gegenüberliegende Puma-Großbaustelle ständig mit schweren Fahrzeugen angesteuert wird, zieht die Baumaßnahme mehrere Überlegungen nach sich. Denn eines soll nicht geschehen: Sowohl der Schwerverkehr als auch die Outletkunden dürfen nicht durch das Wohngebiet auf der benachbarten Herzo Base rollen.
Das stellte Bürgermeister German Hacker (SPD) am Freitagvormittag in einem Pressegespräch fest. Im Ferienausschuss am kommenden Donnerstag wird das Thema behandelt und auch entsprechende Beschlüsse sind zu treffen.
Die Bauarbeiten an der Kreuzung sollen vom 1. September bis zum Jahresende dauern, erläuterte Hacker. Man wartet deshalb noch vier Wochen mit dem Baubeginn, weil die Urlaubszeit im August möglicherweise noch einen Ansturm auf die Outlets bringt und man unnötige Engpässe damit vermeiden könne.


Neue Zu- und Abfahrt

Die Arbeiten gehen am schnellsten, wenn man nahezu komplett sperren kann, ergänzte Hacker. Dennoch will man von einer Vollsperrung absehen. In Richtung Haundorf soll eine Spur, wenn auch durch die Baustelle beeinträchtigt und vermutlich verengt, aufrecht erhalten werden. In Gegenrichtung aber wird während der Bauarbeiten gesperrt.
Das aber bedeutet, dass das Gewerbegebiet an der Zeppelinstraße eine neue Zu- und Abfahrt bekommen muss. Diese wird extra für die drei Monate gebaut, und zwar über die Freifläche direkt nördlich des Umschaltwerks der Herzo Werke nahe der Nordumgehungskreuzung. Von dort aus wird hinüber zur bisherigen Sackgasse unterhalb des Sporthaus-Parkplatzes eine provisorische Anbindung geschaffen. Die bisherige Einmündung zur Zeppelinstraße wird, während des Ausbaus zur Kreuzung, demnach komplett abgehängt.
Das bedeutet aber auch, dass auch alle Outletkunden diesen neuen, vorübergehenden Weg hinab zur Nordumgehung nehmen müssen; ein Schleichweg hinüber in das Wohngebiet der Herzo Base ist ausgeschlossen. Für Hacker ist das ebenso wichtig wie die Tatsache, dass auch jeglicher Baustellenverkehr in den Wohnstraßen nichts verloren hat. Auch das habe man entsprechend geregelt. Denn auch die Lastwagen zur Puma-Großbaustelle können ja nicht mehr die bisherige Zufahrt gegenüber der Zeppelinstraße nutzen. Sie fahren fortan über die kürzlich eröffnete Nürnberger Straße, also die neue Zufahrt der künftigen Bauabschnitte der Herzo Base von der Nordumgehung aus. Ins Wohngebiet freilich darf der Schwerverkehr nicht, für ihn ist eine extra Baustellenzufahrt geschottert worden.
Damit aber die Bewohner der Herzo Base nicht umständlich über Haundorf nach Herzogenaurach fahren müssen, wird für sie der Weg durch die künftigen Wohngebiete hinab zur Nordumgehung geöffnet. Das erfolgt über die Münchner, Fürther und Nürnberger Straße sowie den Willy-Brandt-Platz. Nach Fertigstellung der Kreuzung kommen die Sperrbaken wieder hin, da ja dann die Flughafenstraße wieder frei ist.
Hacker warf auch einen Blick in die weitere Zukunft. Erst dann, wenn ein Großteil der Bautätigkeiten des zweiten Bauabschnitts abschlossen sind und vor allem der Olympiaring durchgängig befahrbar ist, erst dann werde der Verkehr für die Durchfahrt durch das gesamte Wohngebiet hinunter zum Hans-Ort-Ring (Nordumgehung) freigegeben. Das werde frühestens im Herbst 2018 der Fall sein, sagte Hacker.
Man wolle diese Straßen auf Tempo 30 begrenzen und den Willy-Brandt-Platz mit Schrittverkehr gestalten, schreibt das Stadtoberhaupt in einer Pressemitteilung. Ein Durchgangsverkehr, außer den Anwohnern, sei daher nicht zu erwarten.