Melanie Becker (Grüne) und Michael Zimmermann (FDP) hätten gern dauerhaft zwei Geschwindigkeits-Messtafel an den Einfahrten zum Stadtteil Neershof gehabt. Den entsprechenden Antrag lehnte der Verwaltungssenat am Montag aber ab, gegen zwei Stimmen.

Im Mai hatte die Stadt drei Wochen lang mobile Messtafeln an den Ortseingängen von Neershof aufgestellt. Diese bewirkten, dass das vorgeschriebene Tempo von 30 Stundenkilometern in der Ortsdurchfahrt viel besser eingehalten wurde, berichtete das Ordnungsamt. Tempo 30 gilt dort, weil es in Neershof weder Bürgersteige noch Radwege gibt.

Allerdings zeigte die Datenauswertung der Messtafeln, dass in Neershof zwar häufig die erlaubte Geschwindigkeit überschritten wird, andererseits aber wenig Verkehr herrscht. Auch gibt es kein auffälliges Unfallgeschehen. Also kamen alle für Verkehr zuständigen Behörden wie Polizei, Ordnungsamt oder Verkehrsplanung zu dem Schluss, dass es fest installierte Tafeln nicht braucht. Es reiche, punktuell mobile Displays aufzustellen. Hinzu komme, dass eine solche dauerhaft aufgestellte Anlage 2000 bis 3000 Euro koste, den Unterhalt nicht gerechnet, heißt es in der Beschlussvorlage für den Verwaltungssenat.

Versprochen wurde aber im Verwaltungssenat, dass die Stadtverwaltung sich überlegen werde, wie die Geschwindigkeit in Neershof öfter überwacht und gemessen werden kann. sb