von unserem Redaktionsmitglied 
Christiane Lehmann

Coburg/Bayreuth — Gleich zwei Niederlagen vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth musste gestern eine Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Coburg einstecken. Der Beamte klagte gegen den Freistaat Bayern auf einen Mietzuschuss und auf Fahrtkostenerstattung für Aufwendungen, die ihm aufgrund seiner Versetzung nach Coburg entstanden sind.

Schneller oder kürzer?

Das Gericht schloss sich allerdings der Auffassung des Beklagten an, dass der Kläger keine Erstattungsansprüche habe. Die Entfernung zum neuen Dienstort sei geringer als die Entfernung zum bisherigen Dienstort. Nach Auffassung der Lehrkraft sei die schnellste Wegstrecke (Autobahn) nach Coburg weiter als die Wegstrecke zum bisherigen Dienstort. Ihm sei es nicht zumutbar, die kürzeste Wegstrecke zu fahren; er dürfe seiner Ansicht nach die verkehrsgünstigere Verbindung wählen. Das Gericht sah dies nicht so und wies die Klage ab.

Bescheid rechtmäßig

In einem zweiten Verfahren ging es um die Aufhebung eines Bescheides, mit dem der Freistaat eine bereits getroffene Entscheidung wieder zurück genommen hatte. Ursprünglich war dem Kläger nämlich ein Mietzuschuss für Aufwendungen gewährt worden, die dem Kläger aufgrund seiner Versetzung an die Hochschule Coburg entstanden sind.
Der Richter des Verwaltungsgerichts vertrat jedoch die Auffassung des Freistaats Bayern, dass der zurückgenommene Bescheid rechtmäßig gewesen sei und einer Rücknahme Vertrauensschutz entgegenstehe.