Stell´ dir vor, du bist Meister - und es gibt keine Ehrung! So geht es den Motorsportlern des AMC Coburg im ADAC, denn obwohl sie in den verschiedenen, motorsportlichen Meisterschaften und Pokalserien Oberfrankens ganz vorne mit dabei sind, und mit André Wittmann sogar einen dreifachen Meister in ihren Reihen haben - gab es dieses Jahr keine Ehrungen!

"Sicher freuen wir uns über diese Ergebnisse, aber noch lieber wären wir die restlichen Veranstaltungen noch gefahren, und hätten auch gern unsere eigene Orientierungsfahrt Anfang November durchgeführt. Es ist einfach sehr, sehr schade, dass es keine Ehrungen geben kann und dieses ungewöhnliche Jahr völlig sang- und klanglos zu Ende geht", sagen die Mitglieder des AMC Coburg etwas enttäuscht.

Die Corona-Pandemie hat ihnen nicht nur die zweite Saisonhälfte verdorben, in der drei der noch geplanten Orientierungsfahrten abgesagt wurden - nein, die zweite Welle dieses weltumspannenden Knockouts verhinderte auch, dass sie würde- und verdienstvoll geehrt werden konnten: Denn wegen des Lockdown Light ist auch die gemeinsame Siegerehrung von Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO) und Regionalpokal Oberfranken (RPO) im oberpfälzischen Kemnath abgesagt worden.

Hervorragende Platzierungen

Dennoch sollen die Erfolge der Coburger Orientierungssportler gewürdigt werden. Im NOO-Pokal holten sich André Wittmann und Markus Furkert den Meistertitel. Den vorletzten Platz neun unter den Top Ten belegte Erik Schneider, das Team Volker Honold und Andreas Vießmann kam auf Rang 14 in die Wertung der Klasse A, der Fortgeschrittenen.

Im Regionalpokal Oberfanken siegten auch die beiden Coburger AMCler André Wittmann und Markus Furkert. In der gemeinsamen Wertung mit den Anfängern zeigten die weitern Coburger Teilnehmer gute Ergebnisse: Erik Schneider wurde Zwölfter, Volker Honold und Andreas Vießmann wurden 17., Pietschmann/Hübner kamen auf Platz 20 und Fleischmann/Metzner auf Platz 21. Vater und Tochter Liebschner kamen mit ihrer einzigen Veranstaltung (Winter-Nacht-Orientierungsfahrt "Sewastopol") auf Platz 36.

Dass sich die Orientierungsfahrten, mit denen der Rallyesport in der Mitte des vorigen Jahrhunderts mehr oder weniger neuerfunden wurde, heutzutage wieder großer Begeisterung und zahlreichem Zuspruch erfreuen, zeigt die Tatsache, dass im RPO 70 Starter klassiert sind.

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