Zum Bericht "Ist Burg Gößweinstein eine Alternative?" vom 28. November: Ich freue mich sehr über den großen Einsatz der Bürgerinitiative "Standortalternative Funkturm Gößweinstein" gegen die Errichtung des Funkturms direkt neben dem Höhenschwimmbad. Allerdings bin ich geschockt, dass in dem Artikel zu lesen ist, die Burg Gößweinstein könne eine Alternative sein.

Der Denkmalschutz wird ausführlich diskutiert - die Risiken für uns Bürger werden jedoch völlig außer Acht gelassen. Die bereits vorherrschende Strahlung ist gefährlich, und die nächste Generation an Strahlung wird es umso mehr. Eine Häufung bestimmter Krankheitsbilder in unserem Ort besorgt mich enorm und sollte jeden zum Nachdenken anregen. Aber natürlich besteht hierbei kein Zusammenhang, werden wir beruhigt.

Genauso sollten uns damals die Strahlenmessungen nach der Erweiterung der Sendeanlage auf der Burg besänftigen, nur waren die Messpunkte mehr als fraglich. Schon jetzt sind auf diesem Sendemast, hoch über unseren Köpfen, über 20 Sender verschiedenster Anbieter angebracht. Wir hatten die Hoffnung, die Anlage würde verschwinden, sobald ein Standort für einen Mast gefunden ist. Eine Erweiterung an der Burg muss unbedingt verhindert werden. Schade, dass unsere Politiker das anders sehen.

Es gibt ja einen alternativen Standort im Außenbereich, der allerdings mit Kosten für die Gemeinde aufgrund einer fehlenden Zufahrt verbunden ist. Hätte man die Fakten vorher auf den Tisch gelegt und nicht sofort einen Vertrag mit der Telekom abgeschlossen, wären viel Ärger und Kosten vermieden worden.

Mittlerweile haben alle ein Handy, und es muss in der gesamten Gemeinde jeder die gleichen Voraussetzungen zur Nutzung dieser Geräte haben. Wir brauchen einen Sendemast - das ist klar, aber bitte nicht über unseren Köpfen!

Hermine Haas

Gößweinstein