Der Fußball-Regionalligist FC Schweinfurt 05 hat mit Erfolg alles dafür getan, einem Punktabzug zu entgehen: Das Sportgericht Bayern unter Vorsitz von Dr. Christoph Kern (Augsburg) hat die "Schnüdel" wegen Verletzung der Platzdisziplin zu einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro verurteilt. Die Auswärtspartie beim TSV Buchbach wurde Anfang März zweimal unterbrochen, nachdem im Schweinfurter Fanblock Pyrotechnik gezündet worden war.

Da der FC 05 in Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden den Täter noch vor dem Urteilsspruch identifizieren konnte, verzichtete das Sportgericht auf einen Punktabzug. Der erhält Regionalligist die Auflage, den Nachweis zu erbringen, dass der Täter in Regress genommen und mit einem Stadionverbot belegt wird.

"Das zeigt, dass es richtig war, auf dem Verbandstag die Strafen für solche Vergehen drastisch zu erhöhen, aber die Vereine gleichzeitig dazu anzuhalten, die eigentlichen Täter zu ermitteln und sich von ihnen die Strafen erstatten zu lassen", erklärt BFV-Vizepräsident Reinhold Baier. Mit dem FC Eintracht Bamberg 2010 und dem VfB Eichstätt haben bereits zwei Klubs von der beim Verbandstag im Mai 2018 beschlossenen Möglichkeit einer Wiederaufnahme eines bereits abgeschlossenen sportgerichtlichen Verfahrens erfolgreich Gebrauch gemacht und so eine Reduzierung der Strafen erreicht. red