Forchheim — Eine aufmerksame Bürgerin teilte am Samstagnachmittag der Polizei mit, dass sich mehrere Personen in der Bayreuther Straße an einer Lottoannahmestelle verdächtig verhalten.
Die Polizeistreife kontrollierte schließlich zwei Männer und eine Frau osteuropäischer Herkunft im Alter zwischen 25 und 31 Jahren. Dabei staunten die Beamten nicht schlecht, was zu Tage kam: Der 31-jährige Fahrer, mit einem nahezu schrottreifen Ford Escort mit französischer Zulassung unterwegs, konnte nur eine schlechte Kopie eines ausländischen Führerscheins vorzeigen, wie die Polizei mitteilte.
Der führerscheinlose Mann gab an, sein Bruder wolle ihm den Führerschein per Post nachschicken. Dieser Aussage schenkten die jedoch keinen Glauben. Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer bereits eine Woche zuvor in Nürnberg wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt wurde. Über die Grenzverbindungsstelle zu Frankreich konnte in Erfahrung gebracht werden, dass das Fahrzeug bereits Ende 2013 abgemeldet wurde und aktuell dafür kein Versicherungsschutz besteht. Da zusätzlich ein Drogenschnelltest beim Fahrer positiv anschlug, wurde noch eine Blutentnahme durchgeführt und er wegen Fahren unter Drogeneinfluss angezeigt.

Am Nürnberger Bahnhof gekauft

Aber auch die Mitinsassen wurden von den Beamten genau unter die Lupe genommen. Dabei wurde bei dem 25-Jährigen eine geringe Menge an Rauschgift gefunden. Er gab an, diese von dem 28-Jährigen bekommen zu haben. Der 28-Jährige soll die Drogen am Nürnberger Bahnhof gekauft haben.
Eine Weiterfahrt mit dem Auto war nicht mehr möglich, da keiner einen Führerschein vorzeigen konnte und der Pkw zudem nicht zugelassen war. Nun werden umfangreiche Ermittlungen gegen die drei in Deutschland wohnenden Personen geführt. red