Der 11. November stellt nicht nur den Faschingsbeginn dar. Im liturgischen Kalender der katholischen Kirche begeht man an diesem Tag das Fest des heiligen Martin.

Von Kindesbeinen an kennen in der Regel die meisten Menschen die Lebensgeschichte dieses populären Heiligen. Seit fast einem Jahrhundert unternimmt fast jede katholische Einrichtung für Kinder einen Laternenumzug zu Ehren St. Martins. Den wohl bekanntesten Moment im Leben des französischen Nationalheiligen verbindet die öffentliche Wahrnehmung mit der Halbierung seines Mantels zugunsten eines frierenden Bettlers am Stadttor von Amiens.

Aufgrund der Pandemie mussten heuer alle Martinszüge abgesagt werden. In den katholischen Kindertagesstätten St. Nikolaus, St. Hedwig und St. Michael in Höchstadt wurde trotzdem hausintern in den jeweiligen Gruppen an Leben und Wirken von St. Martin erinnert und ein Martinsfest in anderer Weise gefeiert.

Teilen in Krisenzeiten

Die inhaltliche Zielsetzung für die Behandlung des Themas mit den Kindern lautete: Teilen ist wichtig, gerade in Zeiten einer Krise. Teilen von Zeit, Besitz, von Speisen und Getränken, Süßigkeiten oder Spielsachen sollte im Sinne einer Systemrelevanz für die gegenwärtige Krisenbewältigung kindgerecht erarbeitet und verstanden werden. Das Erlernen von Solidarität und Verantwortung füreinander am Beispiel St. Martins bleibt für die drei Teams in den katholischen Kitas eine pädagogische Herausforderung, völlig unabhängig von einer Krisensituation, wie Stadtpfarrer Kilian Kemmer bei der Martinsfeier betonte. Auf dem Höchstadter Stadtgebiet gibt es im übrigen auch eine St.-Martins-Kirche. In Ailersbach wird am heutigen Donnerstag um 19 Uhr ein Festgottesdienst zu Ehren des Kirchenpatrons gefeiert. LM