Kulmbach — Mit dem Gebet und der Eucharistiefeier für die Verstorbenen verbindet sich häufig
ein Gang zum Friedhof, mancherorts schon am Allerheiligentag, so auch in Kulmbach. Die beiden katholischen Gemeinden Zu Unserer Lieben Frau und St. Hedwig hatten dazu alle Gläubigen eingeladen.


Gang zu den Gräbern

Dekan Hans Roppelt gestaltete zusammen mit Pastoralreferentin Bärbel Janzing und Lektorin Marianne Rübesam die Andacht zum Totengedenken in der Friedhofshalle sowie den anschließenden Friedhofsgang. Dort wurde an zwei Stationen für die Verstorbenen gebetet.
Viele Gräber waren mit Blumen und Kerzen geschmückt. Diese sprechen vom Leben, das Christen für ihre Toten erhoffen. Sie legen Zeugnis ab von ihrem Glauben, dass die Verstorbenen Anteil haben dürfen an der in Christus verheißenen Fülle des Lebens.
Schon seit dem zweiten Jahrhundert ist das christliche Gedenken der Toten bezeugt. Den gestrigen Allerseelentag als Gedenktag für alle Verstorbenen führte Abt Odilo von Cluny 998 ein. Er galt zunächst für die ihm unterstellten Klöster, breitete sich aber im Zuge der von Cluny ausgehenden Reformbewegung bald in der ganzen Kirche des Abendlandes aus. red