von unserem Redaktionsmitglied Ramona Popp

Burgkunstadt — Ob das Tafelsilber, die bunten Kristall-Likörgläschen, Schallplatten oder Parfumzerstäuber: Persönliche Dinge der Ehrenbürger Friedrich und Kathi Baur können am Wochenende in der Alten Vogtei betrachtet werden.

Überblick der Firmengeschichte

Im ersten Stock der Alten Vogtei wurde aus Anlass des 125. Geburtstages des Unternehmers ein Nachlasszimmer hergerichtet. Es zeigt den Schreibtisch, der in Friedrich Baurs Büro stand, einige seiner Jagdtrophäen und Gegenstände aus dem Privathaus in Burgkunstadt, Bahnhofstraße 13. Gleichzeitig wird ein Überblick über die Firmengeschichte des Baur-Versandes gegeben, dessen Gründung heuer 90 Jahre zurückliegt.
Marion Konrad, Sekretärin der Friedrich-Baur-Stiftung, war an den Vorbereitungen beteiligt. Sie erlernte bei Baur Anfang der 80er Jahre den Beruf einer Groß- und Einzelhandelskauffrau und erzählt, Kathi Baur sei in gewisser Weise ein Idol gewesen. Wenn der Chauffeuer mit dem schwarzen Mercedes vorbeigefahren sei, habe man geschaut, ob man einen Blick auf die Chefin im Fond erhaschen konnte. Kathi Baur starb 1984 im Alter von 85 Jahren. Ihr Mann Friedrich war bereits 1965 mit 75 Jahren gestorben. Das von ihm gegründete Versandhaus ist heute der größte Arbeitgeber in der Region. Im Sinne der Eheleute zeigt die Friedrich-Baur-Stiftung soziales, kulturelles und medizinisches Engagement.

Öffnungszeiten

Ein Besuch des Nachlasszimmers ist am Samstag und Sonntag, 16./17. Mai, jeweils von 13 bis 16 Uhr, möglich.