Der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde, der sich die Pflege von Natur-, Geschichts- und Heimatbewusstsein zum Ziel setzt, hat auch in diesem Jahr Preise für herausragende Seminararbeiten vergeben. Ein zweiter und der erste Preis gehen dabei an Abiturientinnen des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums Kronach. Die Preisverleihung fand im Schiller-Gymnasium in Hof statt. Insgesamt wurden 16 Einzel- und vier Gruppenarbeiten eingereicht. Neben Urkunden und Buchpreisen gab es Geldpreise im Gesamtwert von 1900 Euro.

Die mit Abstand beste Arbeit kam aus Kronach. Antonia Stella Pfadenhauer, die im Sommer ihr Abitur am Kaspar-Zeuß-Gymnasium abgelegt hat, betrachtete die Erzählungen des Dichters Ovid am Beispiel künstlerischer Darstellungen in den Schlössern der Markgrafschaft Bayreuth und bewies damit laut Beatrix Münzer-Glas, dass sich auch das Fach Latein dazu eignet, Themen für den Schülerwettbewerb zu entwickeln. Für die Jury war die Arbeit "fast schon eine Magisterarbeit". Das Rahmenthema des W-Seminars, das Leo Welscher angeboten und betreut hat, lautete "Ovid, ein Dichter der augusteischen Epoche". Nach über zehn Jahren stellt damit das KZG wieder den ersten Sieger in diesem Wettbewerb.

Fluchen und Schimpfen

Außerdem wurde eine zweite ehemalige Schülerin des KZG ausgezeichnet. Andrine Vetter gewann einen der beiden zweiten Preise für ihre tolle Arbeit zu verbaler Aggression. Sie untersuchte eingehend im W-Seminar "Dialekte" von Anna-Maria Grässle Fluchen und Schimpfen im Ludwigsstädter Dialekt. Da Andrine Vetter gerade in Neuseeland ist, nahm ihre Mutter stellvertretend die Auszeichnung in Hof entgegen.

Beide Arbeiten sind in der Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums veröffentlicht und können in der Kreisbibliothek Kronach ausgeliehen werden. red