Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Haßberge hat mit Karl Fischbach einen neuen Naturschutzwächter. Ab 1. Juni ist er zuständig für den Dienstbezirk V, der die Bereich von Oberaurach, Rauhenebrach, Eltmann und Knetzgau umfasst, wie das Landratsamt mitteilte.

Regierungsrat David Filberich, der Abteilungsleiter für den Bereich Bau und Umwelt am Landratsamt Haßberge, überreichte dem neuen Naturschutzwächter im Beisein von Bernd Janik und Ramona Hauck von der Unteren Naturschutzbehörde die Bestellungsurkunde, den Dienstausweis und die Dienstabzeichen. Naturschutzwächter sind ausschließlich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit tätig. "Ich liebe die Natur, bin sehr gerne draußen unterwegs. Da kann ich diese neue Tätigkeit gut miteinander verbinden", sagt Karl Fischbach.

Aufgaben und Rechte

Im Wesentlichen versteht sich die Naturschutzwacht als eine Verstärkung der Naturschutzbehörde draußen vor Ort, als eine Art Naturschutz-Polizei. Die Naturschutzwächter informieren die Bürger über den richtigen Umgang mit der Natur und überwachen die Einhaltung der Naturschutzgesetze. Das heißt, sie sorgen dafür, dass niemand geschützte Pflanzen abreißt oder ausgräbt oder dass niemand im Naturschutzgebiet unerlaubt angelt, zeltet oder Feuer macht.

Durch Aufklärung und Beratung wollen die Naturschutzwächter in erster Linie Verständnis für die jeweiligen Naturschutzmaßnahmen wecken. So sprechen Naturschutzwächter zunächst überzeugend mit Wanderern oder Erholungssuchenden, die beispielsweise mit dem Auto außerhalb vorhandener Wege fahren oder im Baggersee schwimmen. Auf ihren Kontrollgängen gehen sie regelmäßig schutzwürdige Gebiete ab, wie Naturschutzgebiete, Naturdenkmale und Landschaftsschutzgebiete und erstatten der Naturschutzbehörde im Landratsamt in Haßfurt Bericht. Sie wachen darüber, dass die einschlägigen Rechtsvorschriften eingehalten werden, und dürfen Verstöße auch verfolgen und ahnden. Die Naturschutzwächter haben außerdem die Aufgabe, ungenehmigte Veränderungen in der Natur dem Landratsamt zu melden. red