von unserem Mitarbeiter Harald Rieger

Bamberg — Am Ende hat der orangefarbene Hut Karina Strehl doch Glück gebracht. Wie schon ihre Vorgängerin Stefanie Förner, die letztes Jahr zur Wahl zum Sandmadla ebenfalls mit Hut angetreten war, verhalf er auch der 24-jährigen Oberhaiderin zum Sieg.
Zusammen mit acht weiteren Kandidatinnen stellte sie sich am Sonntag im Festzelt am Leintritt der vierköpfigen Jury. In gewohnter Weise gab es dabei wieder zwei Durchgänge. Im ersten präsentierten sich die Kandidatinnen in Freizeitkleidung, in der zweiten Runde galt es, im eigenen Dirndl oder in Lederhose zwei Fragen rund um die Sandkerwa beantworten. Die Fragen waren zum Teil sehr kniffelig. Oder hätten Sie gewusst, wann das Festzelt am Leintritt erstmals aufgestellt wurde?
Zudem war es heuer so spannend und eng wie noch nie in der sechsjährigen Geschichte der Wahl des Sandmadlas. Denn irgendwie lagen alle Kandidatinnen so eng beieinander, dass die Jury sich auf Anhieb nicht einigen konnte. Daher wurden drei der Teilnehmerinnen in die engere Wahl gezogen und sie mussten in einer dritten Runde noch einmal Fragen beantworten. Obwohl Karina Strehl bei der Frage, wie viele Türme der Bamberger Dom habe, knapp daneben lag, reichte es am Ende doch für den Sieg.
"Ich kann es kaum fassen. Zudem hätte ich nie gedacht, dass ich jemals unter die letzten drei kommen werde", berichtete sie freudestrahlend. Zur Wahl gestellt hatte sie sich, weil sie die Sandkerwa mag und seit Jahren eine eifrige Kirchweihgängerin ist. "Außerdem wollte ich die Sandkerwa von der anderen Seite aus kennenlernen und gerne mal einen Blick hinter die Kulissen werfen", sagte sie.
Am meisten fiebert sie nun dem Hahnenschlag und dem Fischerstechen entgegen. Das Sandmadla wurde heuer zum sechsten Mal gekürt. Sie wird unter anderem beim Bieranstich mit dabei sein sowie beim Fischerstechen und beim Hahnenschlag. Die vielleicht schwierigste Aufgabe: Beim Fischerstechen muss sie gegen ihre Vorgängerin antreten.