Eine ganz besondere Ehrung erhielt im Abendgottesdienst in der Sankt Laurentiuskirche Karin Ott. Seit 25 Jahren ist sie in der gesamten Ephorie Rodach als Lektorin tätig und übernimmt Gottesdienste in den Kirchengemeinden, wo gerade ein Pfarrer oder eine Pfarrerin fehlt. Vakanzpfarrer Alexander Rosenmeyer bedankte sich für die ehrenvolle und verantwortungsbewusste Leistung der 68-Jährigen mit einer Urkunde und Blumen.

In der Vakanz unterstützt sie ganz besonders mit ihrem Lektorendienst die Kirchengemeinde Meeder-Beuerfeld. Im Namen der Kirchengemeinde schloss sich dem Dank Kirchenpfleger Martin Albrecht mit einem Geschenk an.

Karin Ott war schon immer eine fleißige Gottesdienstbesucherin. Deshalb schlug ihr der damalige Ortspfarrer Eberhard Sperl vor, doch hin und wieder als Aushilfe einen Gottesdienst zu übernehmen. Nach einigem Zögern hielt sie bereits 1986 ihre erste Lesepredigt. Offiziell wurde Karin Ott vom Dekanat Coburg und vorhergehender Unterweisung eingeführt. Die Urkunde ist unterzeichnet von Oberkirchenrat Beyl. Ab diesem Zeitpunkt und als äußeres Zeichen durfte sie einen Talar zum Verkünden des Wort Gottes tragen.

Sie besuchte fortan regelmäßig regionale und überregionale Fortbildungen. In den Zusammenkünften tauschten sich die Lektoren und Prädikanten regelmäßig aus, und so lernte Ott auch die einzelnen Kirchengemeinden der Ephorie Rodach kennen. Das Ehrenamt der Lesegottesdienste macht der Lektorin viel Freude. Sie nennt es auch eine Herzens- und Geistesbildung, für die sie gerne ihre Zeit investiere. Der herzliche Zuspruch von den Gemeindemitgliedern bestärke sie in ihrer ehrenamtlichen Lektorenarbeit.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit war sie zweimal sechs Jahre im Kirchenvorstand tätig. Versorgte ihre Familie mit Mann und zwei Kindern, die zusammen im christlichen Glauben lebten. Ihre Tochter Stefanie wurde von der Mutter inspiriert und studierte Theologie, heute ist sie Dekanin in Michelau. Schwiegersohn Christian Frühwald ist ebenfalls Pfarrer und überbrückt gegenwärtig die Vakanz in Elsa. Wie könnte es anders sein, die Enkeltochter Sophie tritt in die Fußstapfen ihrer Eltern.

Die Predigt für den Partnerschafts-Abendgottesdienst hielt Pfarrer Alexander Rosenmeyer, der das Leben mit einer Reise oder Wanderung verglich. Einmal im Jahr findet ein Partnerschaftsgottesdienst statt. Diesen prägt die Verbindung zwischen dem südtansanischen Madungulu und Meeder (MeMa), die Pfarrer i. R. Rainer Gerhardt initiierte, der einige Jahre in der ehemaligen Missionsstation Brandt tätig war. Eine Reisedelegation wird im nächsten Jahr die Partnergemeinde besuchen.

Neben Pfarrer Gerhardt, der für die Übersetzung der Sprache tätig ist, werden das Ehepaar Sabine und Klaus Lorenz und der Dekanats-Missionspfarrer Rosenmeyer die Reise antreten und sich vor Ort umschauen, wie es mit den angestoßenen Projekten, zum Beispiel den Photovoltaikanlagen, vorangeht.

Musikalisch umrahmten der Neno-Chor aus Rödental und Umgebung sowie der Laurentiuschor unter Leitung von Gary O'Connell den Gottesdienst insbesondere mit afrikanischen Liedern. Karin Günther