Der Kapitän des EHC Bayreuth, Jozef Potac (37), hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Der Verteidiger der Tigers ist in Bystrica (Slowakei) geboren, seit einigen Jahren hat er auch die deutsche Staatsbürgerschaft und für viele Fans der Oberfranken ist er eigentlich sogar schon waschechter Bayreuther. Er kam 2010 aus Leipzig, damals noch in die Bayernliga, feierte mit dem EHC nach drei Jahren und 112 Spielen bei 160 Punkten den Aufstieg aus dem Landesverband. Danach folgten drei Spielzeiten in der Oberliga mit 150 Spielen und 189 Punkten. Er wurde zuletzt zweimal in Folge zum Oberliga-Verteidiger des Jahres gewählt. Und jetzt der Aufstieg in die DEL 2.


Unschätzbarer Wert fürs Team

Aber das sind nur die statistischen Zahlen und spiegeln den eigentlichen Wert des Abwehrchefs kaum wider. "Jozef ist eine ganz zentrale Figur in unserer Entwicklung der letzten Jahre", sagt Teammanager Habnitt über Potac. "Er ist unverzichtbarer Powerplaystratege, Scharfschütze und als Denker und Lenker in allen anderen Spielsituationen wichtig. Und dabei ist der schon immer umworbene Routinier absolut pflegeleicht - und wir waren uns schnell wieder einig", sagt Habnitt.
Potac, der seit Jahren einen festen Wohnsitz im niedersächsischen Braunlage hat, fühlt sich in der Wagnerstadt wohl und wird auch im Nachwuchstraining der kleinen Tigers weiterhin aktiv mitwirken.
Der Linksschütze gilt nicht als Sprinter, doch macht er das mit fast schon stoischer Abgeklärtheit und cleverem Zweikampfverhalten wett. Offensiv besticht er mit kreativem Spielwitz und feiner Stocktechnik, womit er seine Kollegen immer wieder brillant in Szene setzt. "Wir planen, unsere Nummer 78 kadertechnisch etwas zu entlasten, damit er nicht mehr ganz so viel Eiszeit nehmen muss. Aber er wird ein elementarer Baustein unseres Teams bleiben", so Habnitt.
Sieben Jahre bei einem Club sind im Eishockey moderner Prägung selten. "Wir sind wieder eine gute Adresse und bisher lässt sich die Zusammenstellung für die kommende Saison schon einmal gut an, aber wir basteln fleißig weiter", so Habnitt. bis