Die Kapelle Steinsdorf stand wieder auf der Agenda des Schönbrunner Rathauses. Die Kapelle hat eine lange Geschichte. Bereits unter Bürgermeister Andreas Krug wurde der Bau der Kapelle im Jahre 1884 angedacht. Bis zu ihrer Fertigstellung vergingen Jahre. Am 19. Mai 1909 konnte der damalige Pfarrer die Kapelle in ihrer Gesamtheit segnen.

Zurzeit ist die Kapelle, die unter Denkmalschutz steht, in einem baulich schlechten Zustand. In einer der vergangenen Sitzungen erläuterte die Architektin Patricia Hanika aus Schlüsselfeld den Umfang der notwendigen Sanierungsmaßnahmen.

Feuchtes Mauerwerk

Über Fenstern und Türen sind Risse. Undichte Fenster, feuchtes Mauerwerk und Schäden am Dach haben die Substanz geschädigt. Die Turmhaube mit Schieferbedeckung muss erneuert werden. Außerdem hat sich der Hausbock im Gebälk eingenistet. Er muss bekämpft werden. Auch ein neuer Außenanstrich ist notwendig. Wie Bürgermeister Georg Hollet (BBL) in der aktuellen Sitzung berichtete, belaufen sich die Gesamtkosten auf etwa 104 500 Euro.

Insgesamt werde die Maßnahme mit 86 000 Euro aus verschiedenen Töpfen gefördert, so dass für die Gemeinde Restkosten von 18 000 Euro anfielen. Die Verwaltung wurde beauftragt, für die notwendigen Arbeiten an der Kapelle ein Angebot einzuholen. Die Räte stimmten mehrheitlich für die Maßnahme.

Kinderbetreuung im Sommer

Für junge Familien sei eine Kinderbetreuung von "essenzieller" Wichtigkeit, hieß es in der Sitzung, etwa wenn beide Elternteile gezwungen seien, für den Lebensunterhalt gemeinsam aufzukommen, oder andere zeitliche Verpflichtungen hätten und keine Kontaktperson vorhanden sei, welche die Kinderbetreuung übernehmen könne.

Das Angebot der Gemeinde Schönbrunn, eine Ferienbetreuung (mit Mittagsbetreuung) in den Sommerferien durchzuführen, habe keine große Resonanz bei den Eltern gefunden, sagte Bürgermeister Hollet in der Sitzung des Gemeinderats. Lediglich zwei Kinder seien dazu angemeldet worden.

Das Gremium beschloss, dass das gemeinschaftliche Angebot der Gemeinde Schönbrunn in Kooperation mit dem Markt Burgebrach durchgeführt werden soll.

Außerdem beschloss der Gemeinderat einstimmig die Entlastung der Jahresabrechnung 2018.