Die Gemeinde Leutenbach ist ein Härtefall. Das sagt zumindest Christian Dremel. Der Ingenieur für Straßenplanung und Wasserbau klärte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung darüber auf, welche Möglichkeiten die Kommune bei der Sanierung ihres Kanalnetzes hat.

Die Untersuchung der Leitungen und Rohre habe einige Schäden zu Tage gefördert, die die zwar keine vollumfängliche Sanierung, aber eine Reihe von Einzelmaßnahmen nötig machen. Und für die Deckung der Kosten, so führte Dremel aus, greife eine so genante Härtefall-Regel.

Schwellwert überschritten

Der Härtefall im Bereich Kanalsanierung tritt ein, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Errechnet wird eine Pro-Kopf-Belastung nach einem komplizierten Schlüssel: Es fließen die Investitionen ein, die die Gemeinde und ihre Bürger in den vergangenen 20 und 25 Jahren für die Kanalsanierung gemacht haben. Genau wie die Investitionen, die in den kommenden Jahren geplant sind und die Einwohnerzahl samt einem demografischen Faktor. Im Fall der Gemeinde Leutenbach ergibt sich hierbei ein Wert, der der Kommune die Förderfähigkeit bescheinigt.

Wie Dremel weiter erklärte, könnte es über die Härtefallregelung also Fördergeld vom Freistaat Bayern geben. Dafür müsse die Gemeinde aber zeitnah den Förderbedarf beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt anmelden, was die Räte auch so beschlossen. Daneben müssen alle Arbeiten und der damit einhergehende Zahlungsverkehr bis 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein.

Zunächst wird geprüft

Keinen positiven Bescheid gab es aus dem Gremium für einen landwirtschaftlichen Betrieb bei der Wiedervorlage eines Antrags aus dem Jahr 2007. Schon damals hatte der Betrieb sein Interesse an einer gemeindlichen Quelle im Waldstück Höllerich bekundet, die er sanieren und zur Bewässerung seiner Obstbaumplantagen nutzen will. Mit Blick auf die Wasserknappheit wie im vergangene Sommer glauben die Leutenbacher Gemeinderäte zwar daran, dass die Nutzung der Quelle eine Entlastung darstellen könne, zu einer Entscheidung konnten sie sich jedoch noch nicht durchringen. Erst soll geprüft werden, ob die Quelle auch von anderen landwirtschaftlichen Betrieben mitgenutzt werden kann. red