Vor der Stadtratssitzung übergab Heinz Jung, Vorsitzender des Bundes Naturschutz Bamberg, über 1900 Unterschriften gegen das geplante Industrie- und Gewerbegebiet im Hauptsmoorwald an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). Das teilt die Kreisgruppe Bamberg des Bundes Naturschutz mit.
Wie breit die Ablehnung der Planung ist, zeigte auch das Spektrum der Bamberger Organisationen, die sich an der Unterschriftensammlung beteiligten: der Reit- und Fahrverein, die Gartenstadtinitiative, der Kleingartenverein Amselfang, der Landesbund für Vogelschutz, Greenpeace, der Verkehrsclub Deutschlands und die Naturforschende Gesellschaft.
Sie alle lehnen die Rodung von 85 Hektar Wald für ein 100 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet ab. Sie sehen in der Planung, die von der Stadt vorgelegt wurde, eine massive Gefährdung für Natur, Stadtökologie und Lebensqualität der Menschen. "Die Bamberger lieben ihren Hauptsmoorwald. Sie werden seine weitere Zerstörung nicht zulassen", so das Fazit von Heinz Jung aus dem Erfolg der Unterschriftensammlung. Bürgermeister Starke zeigte Gesprächsbereitschaft und bot an, bei einem Termin nach der Sommerpause mit den beteiligten Organisationen Kompromissmöglichkeiten auszuloten. "Wir werden sehen, zu welchen Kompromissen die Stadt bereit ist. Wenn die Planung nicht massiv verbessert und in ihren Ausmaßen verkleinert wird, sind wir zu weiteren Schritten, bis hin zu einem Bürgerbegehren, bereit", verdeutlichte der Vorsitzende des Bundes Naturschutzes. red