Am Sonntagnachmittag erzeugte das "Lied vom guten Kameraden", intoniert von Fabian Nehr auf der Trompete, im Hallstadter Dillersaal eine traurigere Stimmung als sonst. Die 130 Delegierten der Krieger- und Soldatenkameradschaften trauerten um ihren Zweiten Vorsitzenden Franz Roth und ihren Kassier Georg Brand, die beide im November gestorben sind.
So verlief die Bezirksversammlung anders als geplant, denn der langjährige hochverdiente Bezirksvorsitzende Josef Prosch konnte den Staffelstab nicht an die nächste, bereits erfahrene Generation abgeben.
Karl Stöcklein, der Vorsitzende der örtlichen KSRK, freute sich, dass die Versammlung einmal mehr in Hallstadt stattfand. Vertretungsweise eröffnete Matthias Voran, der Vorsitzende der SK Dürrhof und Umgebung, die Bezirksversammlung. Nachdem auch der frühere Bezirksgeschäftsführer aus persönlichen Gründen zurückgetreten war, übernahm der Staffelsteiner Kreisgeschäftsführer Konrad Laux dessen Aufgabe und erstattete den Rechenschaftsbericht des Bezirksvorsitzenden. Den Kassenbericht legte Jens Koch vor, der als bisheriger Kassenprüfer im November ersatzweise die Kasse übernommen hatte. Bezirksreservistenbetreuer Oberstleutnant der Reserve Hans-Georg Simon legte selbst Rechenschaft über die Aktivitäten im vergangenen Jahr ab. Die Abschaffung der Wehrpflicht sorge für Nachwuchsmangel bei Reservisten ebenso wie für die BKV-Kameradschaften. Deshalb sei es umso wichtiger, dass die BKV-Vereine die Reservisten in die Aktivitäten einbinden.
BKV-Präsident Hans Schiener beantragte die Entlastung, die einstimmig erteilt wurde, und schlug vor, einen kommissarischen Bezirksvorstand für ein Jahr zu bestimmen. Nach dieser Einarbeitungsfrist sollte dann bis zum 7. Januar 2018 ein Vorstandsteam für eine reguläre Periode gefunden worden sein. Be-zirksvorsitzender Josef Prosch wird unterstützt von Matthias Voran als Stellvertreter, Peter Vietze als Schriftführer und Jens Koch als Schatzmeister. Der Hallstadter Bürgermeister Thomas Söder bezog seinen Dank an die BKV Oberfranken auf die besondere Verbundenheit durch den Standort des Vermisstenkreuzes auf dem Kreuzberg bei Hallstadt; ebenso auf den Einsatz der Soldatenkameradschaften für unsere Gesellschaft und die freiheitlich-demokratische Werteordnung.
Dank prägte auch das Grußwort von Robert Fischer, dem Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge. Zugleich lud er die BKV zur Fahrt für Ehrenamtliche nach Slowenien im Mai ein. Die wichtigsten Termine des Bezirksverbandes wurden noch bekanntgegeben: Am 7. Mai findet die 60. Soldatenwallfahrt nach Vierzehnheiligen statt, bei der der bayerische Finanzminister Markus Söder die Ansprache am Ehrenmal hält. Der Gedenkgottesdienst am Vermisstenkreuz in Dörfleins ist für Sonntag, 11. Juni, festgelegt. sis