Mitarbeitende und Studierende der Universität Bamberg, die kleine Kinder haben, können sich freuen: Die Großtagespflegestelle "Kinderinsel ERBA.mbini" bekommt ab 1. September einen neuen Träger - das Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Känguruh e.V.

Das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim, das bislang Träger war, hat den Kooperationsvertrag mit der Universität Bamberg zum 31. August gekündigt. "Die Universität Bamberg hat alles darangesetzt, die Großtagespflegestelle weiterzuführen und das bestehende Angebot zu erhalten", sagt Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin der Universität. "Ich freue mich sehr, dass wir einen neuen Träger finden konnten und dadurch weiter Kinder von Universitätsmitgliedern auf der Erba-Insel betreut werden."

Durch die Vermittlung von Oberbürgermeister Andreas Starke ist es gelungen, den Verein Känguruh für die Trägerschaft zu gewinnen, die am Montag, 3. August, offiziell übergeben wurde. Der Übergang soll fließend sein, um die Situation für die Kinder so einfach wie möglich zu gestalten. Denn es steht ein Personalwechsel an: Zwei neue Tagesmütter werden die Betreuung der Kinder übernehmen. Aus diesem Grund gibt es bereits seit 1. Juni eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem neuen Träger und der Universität Bamberg: Der bisherige Tagesvater und die neuen Tagesmütter arbeiten gemeinsam, um den fließenden Übergang zu gewährleisten.

Acht Betreuungsplätze für Kinder

Insgesamt können ab September acht statt momentan fünf Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren betreut werden. In den vergangenen Monaten hatte sich die Zahl der betreuten Kinder von zehn auf fünf reduziert. "Wir wollen die Zahl schrittweise erhöhen, um den Kindern eine Eingewöhnungszeit zu ermöglichen", sagt Anja Daniel, zweite Vorsitzende des Känguruh e.V. Im Abstand von zwei Wochen soll je ein weiteres Kind hinzukommen. "Bis 1. November wird die Gruppe dann vollständig sein", erklärt Daniel. Die Verträge mit den Eltern sind bereits unterzeichnet. Die bisherige Betreuungszeit von 8 bis 14 Uhr wird um eine Stunde auf 15 Uhr ausgedehnt. Und auch danach soll es auf der Kinderinsel noch Programm geben. Es ist eine Spielgruppe geplant, die an ein bis zwei Tagen in der Woche zwischen 16 und 18 Uhr stattfinden soll. "Zielgruppe sind Studierende mit Kind, denen wir dadurch Zeit für Abendvorlesungen oder zum Lernen ermöglichen", ergänzt Daniel. Das Konzept könne wohl erst im Sommersemester 2021 umgesetzt werden. red