Bisher kannten Besucher von fränkischen Abenden beim Heimatverein Emmi Weiß eigentlich nur von ihrer unterhaltsamen Wirtshausmusik her. Als Mitglied der "Aurachspatz'n" hat sie sich mit unterschiedlichen Partnern in der Volksmusikszene seit Jahren einen Namen gemacht. Und wenn sie in die Tasten ihres Akkordeons griff und mit flotten Sprüchen und deftigen Liedern die Stimmung anheizte, dann brachte sie die Wirtshaussäle zum Brodeln.
Seit knapp einem Jahr hat die quirlige Quetschenspielerin jedoch auch ihre Ader für die Mundart entdeckt und ein eigenes Mundart-Kabarett-Programm zusammengestellt. Zusammen mit dem Schornweisacher Fritz Rabenstein, der die Emmi mit der Teufelsgeige begleitet, hat sie in Weisendorf schon mit ihrem Mundartprogramm "Fei wergli woahr!" für Beifall- und Lachstürme gesorgt.


Neues Programm in Arbeit

Kein Wunder also, dass sie kürzlich bei einem Auftritt im Domizil des Heimatvereins Herzogenaurach im Steinweg ihre Besucher bestens unterhielt. Die fränkische Mundart ist für Emmi Weiß ideal, um mit sprachlichen Besonderheitenen zu spielen. Beispiel gefällig? "Der Dings is gschdorbn, wassd scho, der woär mit der Dings, den Dings seiner Dochder, der Dings verheiert ... " Dass in ihrem Repertoire auch die Preußen, sprich alle Bewohner nördlich des Mains ihr Fett abbekamen, versteht sich von selbst. Und was bietet sich da besser an als die fränkische Spezialität "blaue Zipfel". Letztere sind ein unerschöpfliches Thema für Kalauer.
Inzwischen arbeitet die umtriebige Künstlerin an ihrem neuen Programm: "Fei immer schee sauber bleibn!" Premiere ist am 30. September in Weisendorf im Gasthaus "Goldener Engel", weitere Auftritte dort gibt es am 14. Oktober und am 11. November, jeweils um 19.30 Uhr.
Klaus-Peter Gäbelein