Seinen 95. Geburtstag konnte am Montag Justin Klinger aus Haßfurt feiern. Geboren wurde der Jubilar in Hesselbach. Er wohnte dann lange in Schonungen, bevor er im Dezember letzten Jahres aus gesundheitlichen Gründen in das Wohn- und Pflegezentrum "Unteres Tor" nach Haßfurt umziehen musste.

Als Busfahrer weitum bekannt

Der gelernte Automechaniker war im Krieg Kradmelder und geriet dann in amerikanische Gefangenschaft.

Später war er bis zu seinem Ruhestand weit über 30 Jahre Busfahrer bei den Stadtwerken Schweinfurt, wo er weit und breit bekannt war.

Nebenbei unterstützte er seine Schwester im landwirtschaftlichen Betrieb in Hesselbach bei der Arbeit, den diese von den Eltern übernommen hatte. Justin Klinger heiratete 1952 seine Frau Emilie, die bereits im Jahr 2013 verstarb. Aus der Ehe gingen der Sohn Franz-Josef Klinger sowie die Töchter Rosemarie Jeßberger und Ingrid Hornung hervor.

Begeisterter Pilger

Als Katholik ist der rüstige Senior sehr gläubig und nahm oft an Wallfahrten teil. Handwerklich begabt, hat er früher viel an seinem eigenen Haus gebaut und repariert. Einem großen Publikum ist er von seinen Auftritten beim Schonunger Carnevals-Club bekannt, wo er mit seinen selbst geschriebenen Büttenreden die Zuschauer zum Lachen brachte. Zu seinem Jubeltag gratulierten neben den sechs Enkeln der stellvertretende Landrat Michael Ziegler sowie Stadtrat Norbert Geier im Namen der Stadt Haßfurt.