Wählen wie die Erwachsenen: Am Mittwoch und am Donnerstag vor der Wahl ging es für die rund 200 Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klassen der Anton-Kliegl-Mittelschule Bad Kissingen als eine von 4513 Schulen in Deutschland bei der bundesweiten Juniorwahl an die Wahlurne.

Bei der Juniorwahl ging es um das Üben und Erleben von Demokratie. In der kurzen Zeit seit Beginn des Schuljahres stand in erster Linie das Thema "Demokratie und Wahlen" auf dem Stundenplan und dann ging es - wie bei der "echten" Bundestagswahl am 26. September 2021 - für die Schülerinnen und Schüler mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis in das Wahllokal in der Schulaula, wo in Wahlkabinen gemäß den Wahlrechtsgrundsätzen die Erst- und Zweitstimmen von den Jugendlichen vergeben wurden.

Unter der Leitung der Lehrkraft Andrea Beck übernahmen die Schülerinnen und Schüler der M10a aktiv Verantwortung und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Wahl, indem sie Wählerverzeichnisse anlegten, Informationsstellwände über die zur Wahl stehenden Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten erstellten, den Wahlraum vorbereiteten und später die Stimmen auszählten. Hinzu kamen jeweils zwei Wahlhelfer aus den teilnehmenden Klassen, die die Klassen über den Ablauf informierten und sie zur Wahl führten.

Wie bereits bei der Landtagswahl im Jahr 2018 waren die Schülerinnen und Schüler begeistert von der Möglichkeit, selbst wählen zu gehen, zeigten sich politisch interessiert und sehr verantwortungsbewusst bei der Vergabe ihrer beiden Kreuze. So kam es auch immer wieder zu anregenden Diskussionen bezüglich Direktkandidatinnen,Direktkandidaten und Wahlprogrammen.

Bundesweite Förderung

Die Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages Dr. Wolfgang Schäuble und wird bundesweit gefördert durch den Deutschen Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Gefördert wurde sie in Bayern durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Seit 1999 wird die Juniorwahl zur politischen Bildung bundesweit zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich schon mehr als 3,8 Millionen Jugendliche beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt.

Gelungenes Projekt

Wissenschaftliche Studien belegen eine Steigerung der Wahlbeteiligung bei Erstwählern und deren Familien sowie eine Senkung des Nichtwähleranteils von 22 auf unter sieben Prozent. Also ein rundum gelungenes Projekt.