Warum wir uns wie ernähren, hat immer auch mit unserer Psyche zu tun. Genau damit befasst sich Laura Maria König als Juniorprofessorin für "Public Health Nutrition" am neuen Uni-Campus in Kulmbach. Gebürtig stammt sie aus Überlingen am Bodensee, studierte Psychologie in Konstanz und promovierte in Gesundheitspsychologie.

"Wir wollen verstehen, wie gesundheitliche Verhaltensweisen zustande kommen, wollen zu gesünderem Verhalten anregen." In ihrem neuen Lehr- und Forschungsbereich verfolgt Laura König auch digitale Ansätze und fragt sich unter anderem: "Können Smartphone-Apps unser Ernährungsverhalten nachhaltig verändern?" Welche Einflüsse hat unser tägliches Umfeld auf unser Essverhalten?

Ihr Faible für die Informatik kommt ihr dabei entgegen, denn neben ihrem Psychologiestudium absolvierte die Juniorprofessorin einige Gastsemester in Informatik an der Universität in Konstanz. "So kann ich den Informatikern besser vermitteln, was wir brauchen", erklärt Laura König. "Ich fand es immer spannend zu erforschen, warum Menschen so handeln wie sie handeln, aber die Informatik fehlte mir." Genau dieser interdisziplinäre Ansatz reizt sie an ihrer neuen Aufgabe. "Die meisten Universitäten haben das getrennt."

Die Stellenausschreibung passte für die Psychologin, die mit ihrem Partner in München lebt und unter der Woche eine kleine Wohnung in Kulmbach bewohnt, "wie die Faust aufs Auge." Während ihrer Forschungstätigkeit an der Universität Cambridge habe sie bereits Ähnliches gemacht, jetzt freut sie sich auf eine interessante Zeit am Kulmbacher Campus. "In zweieinhalb Jahren steht meine erste Evaluation an, drei Jahre später die zweite - dann kann ich den Lehrstuhl leiten."

In ihrer Freizeit tanzt Laura König gerne. Sie hofft, dass es dazu nächstes Jahr wieder Möglichkeiten geben wird. In der Zwischenzeit begnügt sie sich coronabedingt mit ihrem zweiten Hobby: sie ist ein großer Fan von Computerspielen, insbesondere von solchen, die man einsetzen kann, um die Gesundheit zu fördern.