Seit über zehn Jahren unterstützt die Juraklinik Scheßlitz die Kinderhilfsorganisation Friedensdorf International bei der unentgeltlichen Behandlung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten.

Dr. Matthias Biedermann, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, erklärte sich auch in diesem Jahr sofort bereit, den elfjährigen Ebrahim zu behandeln. Gemeinsam mit rund 70 weiteren Kindern aus Afghanistan sowie anderen zentralasiatischen Ländern landete der Junge am Düsseldorfer Flughafen, wo ehrenamtliche Helfer des BRK Bamberg den kleinen Patienten bereits erwarteten, um ihn in die Klinik zu bringen.

Seit Jahren litt Ebrahim an einer chronischen Osteomyelitis (Knochenentzündung) im linken Oberschenkel. Deshalb wurde er zum Afghanischen Roten Halbmond, der Partnerorganisation des Friedensdorfes, gebracht und dort vorgestellt. Der aufgeweckte Junge lebt mit seinen Eltern und sechs jüngeren Geschwistern in der afghanischen Provinz Longar in ärmlichen Verhältnissen.

Rasche Genesung

In der Juraklinik Scheßlitz operierten Chefarzt Dr. Biedermann und sein Team den aufgeschlossenen kleinen Patienten nach entsprechender Untersuchung und Diagnostik, die chronische Entzündung konnte zum Abklingen gebracht werden. Rasch nach dem Eingriff bewegte er sich mit seinem Rollstuhl über die Gänge und entdeckte die für ihn andere Umgebung. Nach erfolgreicher Genesung kehrte der afghanische Junge ins Friedensdorf nach Oberhausen (NRW) zurück, wo er sich gemeinsam mit den anderen Kindern aus vielen verschiedenen Nationen bei Spaß und Spiel erholen kann, bis er demnächst zu seiner Familie zurückkehrt.

Ebrahim ist das vierzehnte Kind, das in Scheßlitz unentgeltlich behandelt wird. Seit über 30 Jahren fliegt die Organisation Friedensdorf International zweimal jährlich in das von Kriegen und Krisen gebeutelte Land, um Kindern, denen in ihrer Heimat nicht geholfen werden kann, eine medizinische Behandlung in Deutschland zu ermöglichen. Die Juraklinik in Scheßlitz mit Geschäftsführer Udo Kunzmann und Chefarzt Dr. Biedermann stehen für diese Unterstützung gerne bereit und übernehmen die entsprechende Versorgung der Kinder. red