Herzogenaurach — Bei der JU-Herzogenaurach (Junge Union) wird es am kommenden Freitag personelle Veränderungen beim Ortsvorsitz geben. Wie Ortsvorsitzender Konrad Körner in einem Pressegespräch erläuterte, wird er bei der Jahreshauptversammlung nach sechs Jahren den Vorsitz abgeben.
Der 22-jährige CSU-Stadtrat will den Mitgliedern empfehlen, seinem bisherigen 21-jährigen Stellvertreter Simon Dummer das Vertrauen zu geben. Körner verwies auf die gute Mitgliederentwicklung unter seinem Vorsitz: "Als ich begann, bestand die JU Herzogenaurach aus 15 Karteileichen." Inzwischen engagierten sich wieder 30 junge Leute im Ortsverband. Seine sechsjährige Amtszeit sieht er insgesamt positiv, spart aber auch Kritik nicht ganz aus. So habe er sich seine Stadtratstätigkeit etwas anders vorgestellt: "Es macht mir Spaß, aber ich würde mir im Gremium etwas mehr Diskussion wünschen." Körner kann nicht ganz nachvollziehen, dass er schief angeschaut wird, wenn er unbequeme Fragen stellt.

Jugendthemen vernachlässigt

Nach Meinung von Körner und Dummer werde für junge Herzogenauracher zu wenig getan. Körner und damit die JU beschäftigt, dass für junge Leute und junge Familien nahezu kein bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehe, gerade das sei ein wichtiger Standortfaktor. "Die Stadt steht vor großen Veränderungen und im Jugendbereich besteht Nachholbedarf; denn die Jugend muss der Stadt erhalten werden", meldet sich Simon Dummer zu Wort.
Ein Ziel der JU sei es auch, junge Leute noch mehr für die politische Arbeit in der Stadt zu begeistern, damit sie ihre Interessen besser deutlich machen können. "Das sollte auch im Interesse des Bürgermeisters sein, der immer mal wieder abwinkt, wenn es um Belange der Jugend geht", sagt Dummer. Die beiden jungen Politiker würden sich einen anderen Umgang der Stadt mit politischen Jugendorganisationen wünschen. "Wir sind keine Partei, sondern wollen die Interessen der Jugend vertreten", betont Dummer. Er wolle, falls er am Freitag gewählt werde, neue Ideen einbringen. Die JU werde die aktuellen Themen wie StUB und Stadthalle positiv begleiten, kündigte er an. sae