Das Ensemble für "Alte Musik" der Städtischen Sing- und Musikschule Forchheim begeisterte die Zuhörer diesmal an einem besonderen Ort. Anlässlich des 6oo-jährigen Bestehens der Pfarrei St. Johannes der Täufer und St. Ottilie gaben die jungen Musiker unter Leitung von Anke Rosbigalle in der Kersbacher Kirche ein beeindruckendes Konzert.


Schwierige Bedingungen

Im Vorfeld hatten sich die Bedingungen in diesem alten Gotteshaus als schwierig erwiesen. So mussten die Flöten wegen der niedrigen Raumtemperaturen während des Konzertes auf einer Heizdecke gelagert werden. Auch die Trommeln, die über Nacht in der Sakristei aufbewahrt wurden, hatten in den alten Mauern Feuchtigkeit gezogen, konnten aber noch bis zum Beginn der Aufführung auf der Kirchenmauer draußen im Sonnenschein getrocknet werden. Aber dann präsentierte das Ensemble seine Musik aus Mittelalter, Renaissance und Frühbarock und nahm die Zuhörer mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, die der Pfarreigründung nahe kommt.
Die Konzertbesuche erlebten Musik in einer Klangvielfalt, die sie sich im Zusammenspiel von Block- und Querflöte, Klarinette, Kontrabass, Cello, Trompete und Posaune entwickelte. Ebenfalls kamen Pommer, Krummhorn, Cembalo und Gemshorn zum Einsatz.
Die hervorragende Akustik ließ selbst die zarten Töne der Pikkoloflöte den Kirchenraum durchdringen. Anke Rosbigalle gab zu den verschiedenen Komponisten, Musikstücken und Instrumenten kleine Einführungen. Zwischen den einzelnen Musikblöcken wurde die Geschichte der Pfarrei Kersbach und Besonderheiten der Pfarrkirche erläutert.


Klangfülle erweitrn

Die Besucher bedankten sich bei den jungen Künstlern mit begeistertem Applaus und zeigten ihre Wertschätzung für die erbrachte musikalische Leistung durch die reich gefüllten Spendenkörbe. Der Betrag von 330 Euro wird dem Wunsch der Musiker gemäß für die Anschaffung einer Renaissance-Trommel verwendet, um die Klangfülle des Ensembles für "Alte Musik" zu erweitern. red