Meeder — Ein internationales Freundschaftsspiel haben unbegleitete jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan, Irak, Syrien und afrikanischen Ländern gegen eine Jugendauswahl des TSV bestritten. Die Gästemannschaft gewann dabei mit 5:2. Mit strahlenden Gesichtern verließen die Flüchtlinge nach ihrem Erfolg den grünen Rasen.
Die Jugendlichen aus Amberg verbrachten eine Woche in der Evangelischen Jugendbildungsstätte in Neukirchen. Normalerweise wohnen sie in der Jugendwohngruppe "a Capella" in Amberg. Aufgenommen werden dort Jugendliche ab 15 Jahren, die rund um die Uhr von einem Team von Pädagogen betreut werden. Die Flüchtlinge besuchen die Berufsschule Amberg für zwei Schuljahre, um einen Hauptschulabschluss zu erwerben. Vermittelt wird hauptsächlich Deutsch und Allgemeinwissen und die Jugendlichen haben die Möglichkeit, Praktika in verschiedenen Ausbildungsberufen zu absolvieren. Danach folgt im Regelfall eine dreijährige Ausbildung.
Die Berufsorientierungsmaßnahme "Fit für die Ausbildung" wird von der "Aktion Mensch" finanziert und von Dozenten der OTH Regensburg begleitet. Das Projekt wurde mit Studierenden für unbegleitete Flüchtlingskinder entwickelt, die ohne Eltern nach Deutschland kommen und dem Bürgerkrieg entflohen. Während des berufsorientierten Seminars werden die Stärken der einzelnen Jugendlichen ermittelt und mit einem passenden Ausbildungsberuf abgeglichen, um die Jugendlichen für die bevorstehenden Bewerbungsgespräche gut vorzubereiten.

Fußball gefällt allen

Für das Wochenende wurde eine Freizeitgestaltung gesucht, wobei sich die Jugendlichen auf Fußball einigten. Der pädagogische Mitarbeiter Günter Schiller von der Jugendbildungsstätte Neukirchen, der seit 36 Jahren berufsorientierte Seminare für junge Menschen in Neukirchen leitet, organisierte mit einer Fußball-Jugendauswahl des TSV Meeder ein Spiel, das am Sonntag ausgetragen wurde. Die Pädagogin Petra Ellert und ein Mitarbeiterteam kamen nach Meeder.
Nach dem verdienten Sieg und einer Stärkung stand ein Besuch in Coburg auf dem Programm. Karin Günther