Bamberg — "Die künftige ärztliche Versorgung ist auch in unserer Region eine große Herausforderung, die es zu meistern gilt", schreibt CSU-Stadtrat und Stiftungsratsmitglied der Sozialstiftung Bamberg, Gerhard Seitz, in einer Pressemitteilung. Der bundesweite Fachkräftemangel sei schon seit mehreren Jahren besonders in der Gesundheitsvorsorge und dabei vor allem im ärztlichen Bereich deutlich spürbar. Krankenhäusern außerhalb von Universitäten und Großstädten gelinge es immer weniger, ihre Assistentenstellen zu besetzen und für niedergelassene Kollegen werde es stetig schwerer, Nachfolger für ihre Praxen zu finden.
Da die Sozialstiftung satzungsmäßig für die gesundheitliche Versorgung der Bürger in der Region Bamberg zuständig sei, habe sie daher auch eine Verpflichtung, junge Ärztinnen und Ärzte zu animieren und zu unterstützen, in Bamberg und der Region hausärztliche und fachärztliche Praxen zu übernehmen. Die aktuellen finanziellen Bedingungen zu einer Praxisübernahme seien aufgrund niedriger Verkaufspreise und niedriger Zinsen derzeit eher günstig.
"Die Geschäftsführung der Sozialstiftung sollte daher jungen und bei uns im Haus ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen bei der Übernahme von Praxen unter die Arme greifen", so Seitz. Das würde nicht nur das Ansehen der Stiftung mehren, sondern daraus könnte auch eine vertrauensvolle Kooperation mit den Einrichtungen der Sozialstiftung entstehen.
Parallel dazu wäre es vonseiten der Sozialstiftung wichtig, so Seitz abschließend, auch über neue Formen der Zusammenarbeit nachzudenken und gegebenenfalls auch gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten Medizinische Versorgungszentren (MVZs) zu gründen und zu betreiben. Denn unabhängig davon, wie sinnvoll und zielführend die Gesundheitspolitik in Berlin von den niedergelassenen Ärzte und Kliniken bewertet wird, müssen dennoch beide diese umsetzen und eine zuverlässige und gute Versorgung der Bürger in Stadt und Land sicherstellen. Seitz hat sein Anliegen inzwischen als Antrag an den Stiftungsrat gerichtet. red